• Zum Inhalt springen
  • Zur Fußzeile springen

Mexiko

Mexiko - Reiseführer für Mexiko

  • Mexiko
    • Allgemeine Reiseinformationen zu Mexiko
    • Archäologische Stätten in Mexiko
    • Rundreise
    • Sehenswürdigkeiten
    • Riviera Maya – Karibikstrände und Maya-Kultur
    • Sehenswürdigkeiten Karte
    • Reiseführer
    • Inhalt
  • Cenoten
  • Fotos
    • Panoramafotos von Mexiko
  • Regionen
    • Orte + Städte
    • Yucatán
    • Tabasco
    • Quintana Roo
    • Estados – Die Staaten von Mexiko
    • Bundesstaat – Region von Mexiko
    • Karte von Mexiko
    • Regionen und Bundesstaaten von Mexiko – der vollständige Überblick
  • Tiere
    • Vögel von Yucatán
    • Giftige Tiere von Yucatán
    • Giftige Spinnen und Skorpione in Mexiko
    • Biodiversität in Mexiko
  • Kontakt
    • Datenschutzerklärung
    • Privatsphäre-Einstellungen ändern
    • Historie der Privatsphäre-Einstellungen
    • Einwilligungen widerrufen
    • Impressum
  • Deutsch

Search

Neuesten Beiträge

  • Edzná – Maya-Metropole und Wasserbaukunst in Campeche
  • Chaya – Baumspinat der Maya, Wirkung und Anbau
  • Cobá – Maya-Stadt im Dschungel von Quintana Roo
  • Tulum Ruinen – Geschichte, Bauwerke und Eintritt 2026
  • Klima in Yucatán
  • Nutzpflanzen der Maya – was die Hochkultur ernährte und wie sie es anbaute

Cenoten Homún – Reise-Guide für Yucatáns größtes Cenoten-Dorf

Cenotes in Homún
Cenotes in Homún

Auf einen Blick

  • Homún liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Mérida im Bundesstaat Yucatán und sitzt direkt auf dem Anillo de Cenotes, dem Cenoten-Ring um den Chicxulub-Krater.
  • In der Gemeinde gibt es etwa 300 katalogisierte Cenoten, davon sind rund 30 dem Tourismus zugänglich gemacht.
  • Eine klassische Mototaxi-Tour zu drei Cenoten kostet 2026 etwa 300 MXN für vier Personen plus 50 bis 100 MXN Eintritt pro Cenote, Dauer rund drei Stunden.
  • Anfahrt von Mérida 1 Stunde mit Mietwagen, 1,5 Stunden mit Colectivo, Tren-Maya-Bahnhof Mérida-Teya hilft bei kombinierten Halbinsel-Routen, hat aber keinen direkten Anschluss nach Homún.
  • Der Cenote Tza Ujun Kat ist Treffpunkt der Mototaxi-Fahrer und damit faktisch der Eingang ins Touren-Netzwerk.
  • 2018 bis 2021 erstritt die Bürgerinitiative Kanan Ts’ono’ot vor dem Obersten Gerichtshof die Suspendierung einer geplanten 49.000-Schweine-Mastanlage. Wer in Homún Cenoten besucht, finanziert ein bewusst gewähltes Tourismusmodell.
  • Beste Reisezeit Trockenzeit Dezember bis April, biologisch abbaubare Sonnencreme ist Pflicht, Schmuck vorher ablegen, Schwimmweste meist inklusive.
Cenotes in Homún
Cenotes in Homún

Was Homún besonders macht

Homún ist kein Hochglanzziel. Der Ort hat 8.000 Einwohner, eine kolonialzeitliche Klosterkirche aus dem 17. Jahrhundert und das größte Cenoten-Inventar pro Quadratkilometer in ganz Yucatán. Wer aus Mérida kommt, sieht zuerst flache Maispflanzungen, niedrige Henequén-Reste und Mototaxis am Ortseingang. Erst hinter den Mauern beginnt das eigentliche Erlebnis: Treppen führen in halboffene Karsthöhlen, in denen das Sonnenlicht auf türkisblaues Wasser fällt.

Anders als Tulum oder die Riviera Maya hat Homún seinen Tourismus nicht als Resort-Wirtschaft entwickelt, sondern als Kooperativen-Modell. Über 285 zertifizierte Guides arbeiten in der Gemeinde, die meisten Cenoten gehören Familien oder Ejidos und werden in Eigenregie betrieben. Das macht den Besuch authentischer als an der Karibikküste, gleichzeitig auch unübersichtlicher: Es gibt keine zentrale Buchungsplattform, keine offiziellen Öffnungszeiten in Listenform, keine festen Preise. Wer in Homún ankommt, verhandelt vor Ort.

Geologie – warum gerade hier so viele Cenoten liegen

Homún liegt nicht zufällig auf einem Cenoten-Cluster. Der Ort sitzt direkt auf dem Anillo de Cenotes, einem halbkreisförmigen Bogen aus Karst-Hohlräumen, der die Außenkante des Chicxulub-Kraters nachzeichnet. Der Krater entstand vor 66 Millionen Jahren, als ein etwa 10 Kilometer großer Asteroid mit der Erde kollidierte und das Massensterben am Ende der Kreidezeit auslöste. Sein Durchmesser beträgt rund 180 Kilometer, sein Zentrum liegt heute teils unter dem Golf von Mexiko, teils unter der Halbinsel.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des Cenoten-Rings stammt von Pope, Ocampo und Duller, veröffentlicht 1995 im Fachjournal Geology. Die drei Geologen zeigten, dass die Aufreihung der Cenoten in Yucatán einem Bogen mit etwa 83 Kilometern Radius folgt, der mit den geophysikalischen Spuren des Kraters korrespondiert. Spätere Arbeiten haben das Modell verfeinert: An der Krater-Außenkante zerbrach das Karbonatgestein stärker als anderswo, Niederschlag dringt seit Millionen Jahren in diese Schwächezonen ein, löst den Kalkstein und schafft tiefe Hohlräume. Manche kollabieren von unten nach oben und erreichen die Oberfläche – eine Cenote entsteht.

Für Homún heißt das: Die Dichte an unterirdischen Höhlen ist hier physikalisch erklärbar. Die UNESCO führt den Anillo de Cenotes seit 2008 auf ihrer Tentativliste für das Welterbe. Geschätzt 5.000 bis 8.000 Cenoten existieren im Bundesstaat Yucatán, ein erheblicher Teil davon konzentriert sich auf den Bogen, der durch Homún, Cuzamá und Tecoh läuft.

Anfahrt aus Mérida

Die schnellste Option ist der Mietwagen. Von Mérida aus über die Carretera 18 in Richtung Acanceh, dann über Tahmek nach Hocabá und weiter nach Homún, etwa 60 Kilometer und eine knappe Stunde. Die Strecke ist asphaltiert, die letzten Kilometer hinter Hocabá schmaler und gelegentlich von Topes (Bremsschwellen) unterbrochen. Wer in Mérida einen Wagen mietet, sollte Vollkasko mit 0 Selbstbeteiligung wählen, weil die Cenoten-Zufahrten schottrig sind.

Colectivos (Sammelminibusse) fahren stündlich von Mérida ab Calle 67 zwischen Calle 50 und 52 nach Homún. Preis 2026 etwa 50 MXN pro Strecke, Dauer 75 bis 90 Minuten. Wer mit dem Colectivo kommt, steigt am Hauptplatz aus und wird dort innerhalb von Minuten von Mototaxi-Fahrern angesprochen.

Der Tren Maya ist für die direkte Anreise nach Homún nicht geeignet, weil weder Homún noch Cuzamá einen Bahnhof haben. Wer die Halbinsel ohnehin per Tren Maya bereist, steigt in Mérida-Teya aus, etwa 30 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums, und nimmt von dort einen Mietwagen oder Colectivo. Für eine reine Tagesfahrt von Mérida nach Homún ist der Tren Maya kein effizienter Umweg.

Wer organisierte Touren buchen will, findet bei Anbietern in Mérida Tagespakete für 800 bis 1.500 MXN pro Person inklusive Transport, Eintritt und Mittagessen. Vorteil: planbar. Nachteil: meist nur drei Cenoten und mit Touristenbus statt Mototaxi, was den lokalen Charakter mindert.

Wie das Mototaxi-Tour-System funktioniert

Das eigentliche Tour-System läuft über Mototaxis – dreirädrige Motorräder mit überdachter Sitzbank für maximal vier Passagiere. Treffpunkt ist der Cenote Tza Ujun Kat gegenüber dem Friedhof oder der Hauptplatz an der Kirche. Sobald ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen einfährt, sprechen Fahrer den Reisenden an. Das wirkt zunächst aufdringlich, ist aber Teil des organisierten Systems.

Eine typische Tour kostet 2026 etwa 300 MXN für die Mototaxi-Strecke (für bis zu vier Personen, drei Stunden, drei bis vier Cenoten) plus jeweils 50 bis 100 MXN Eintritt pro Cenote. Realistisch zahlt eine vierköpfige Familie für eine Halbtages-Tour mit drei Cenoten und Mototaxi insgesamt 600 bis 900 MXN. Die Fahrer arbeiten häufig mit denselben Cenoten-Kooperativen zusammen, weil sie dort Provision erhalten. Wer bestimmte Cenoten gezielt sehen will, sagt das beim Verhandeln klar an, sonst entscheidet der Fahrer.

Schwimmwesten werden meist im Eintrittspreis bereitgestellt. Manche Cenoten verlangen zusätzlich 30 MXN Westenmiete – beim Kauf der Eintrittskarte fragen. Wer mit dem eigenen Auto fährt, kann jede Cenote auch ohne Mototaxi anfahren; die meisten Zufahrten sind ausgeschildert. Ein Quad oder Buggy bei Finca Oz kostet rund 1.600 MXN pro Fahrzeug, lohnt sich aber nur, wenn ein Geländerweg-Erlebnis gewünscht ist.

Sechs Cenoten in Homún, die einen Besuch lohnen

Die folgenden sechs Cenoten zeigen die Bandbreite, ohne dass man alle 30 touristisch erschlossenen besuchen müsste. Wer wenig Zeit hat, kombiniert je eine offene, halboffene und geschlossene Cenote.

Cenote Tza Ujun Kat ist der bekannteste in Homún, der Name bedeutet auf Yukatekisch-Maya „Schlamm-Klang“. Halboffen, mit großer Öffnung im Gewölbedach. Schwalben (Hirundinidae, golondrinas) brüten unter der Decke. Das Wasser ist tief und smaragdgrün, zwei Treppen führen ins Becken, kleine Plattformen erlauben kurze Standpunkte. Familienfreundlich, weil der Einstieg flach beginnt. Eintritt 60 MXN.

Cenote Santa Rosa liegt nahe dem Fußballfeld an der Hauptstraße. Vollständig geschlossen, künstlich farbig beleuchtet, was die Atmosphäre zwischen kitschig und magisch oszillieren lässt. Hinzu kommen Restaurant, Hütten zur Übernachtung und Eventfläche. Wer auf Lichtinstallationen verzichten möchte, ist hier falsch. Wer das Höhlenerlebnis sucht, findet eine der wenigen Cenoten in Homún, die wirklich tief im Berg liegt.

Cenote Santa Bárbara ist ein Vier-Cenoten-Komplex mit eigener Schmalspurbahn und Restaurant zwischen Cuzamá und Homún. Das Standardpaket kostet 250 MXN pro Person und beinhaltet Eintritt, Schwimmweste, Sanitäranlagen und Transport per Schiene zwischen den Cenoten Cascabel (geschlossen, mit Lichtspiel), Pool Cocom (seit 2023 anstelle der renovierten Chacksikin geöffnet) und Xoch (offen, durch einen wassergefüllten Tunnel zu erreichen). Mittagessen kostet weitere 80 bis 150 MXN. Beste Wahl für einen halben Tag mit moderater Logistik.

Cenote Yaxbacaltún liegt ein Stück außerhalb des Ortskerns. Halboffen mit breiter Öffnung, türkisfarbenes Wasser, lange Treppe in die Höhle. Im Wasser leben kleine Süßwasserfische, an den Wänden wachsen Farne und Moose. Der Cenote wird von einer Familie privat betrieben (Parador Ecoturístico Cenote Yaxbacaltún, Kontakt Miguel Molina). Eintritt 80 MXN, Bad ohne Zeitlimit.

Cenote San Antonio ist Teil einer ehemaligen Henequén-Hacienda, die zu einem Parador umgebaut wurde. Restaurant, Kajak-Verleih und vier Zimmer für Übernachtungsgäste. Einziger Cenote in Homún mit regelmäßigem Nachtschwimmen-Angebot und Romantikdinner. Eintritt 70 MXN, Übernachtung mit Cenoten-Zugang ab 1.200 MXN pro Doppelzimmer.

Cenote Santa Cruz ist eine kleine halboffene Caverne mit ungewöhnlich klarem, dunkelblauem Wasser. Der Zugang führt eine längere Steintreppe hinunter, die bei Nässe rutschig sein kann. Santa Cruz ist die einzige Anlage in Homún mit Zip-Line über die Cenote und einem Temazcal-Bereich (traditionelles Maya-Schwitzbad). Eintritt 80 MXN, Zip-Line zusätzlich.

Maya-Bezug und das Wort dzonot

Cenote ist die spanische Ableitung des Yukatekisch-Maya-Worts ts’ono’ot oder dzonot, das so viel bedeutet wie „Brunnen mit Wasser“ oder „heiliger Brunnen“. Für die vorklassische und klassische Maya-Kultur waren Cenoten nicht nur Wasserquelle, sondern auch Opferort und Tor zur Unterwelt Xibalbá. Funde im Cenote Sagrado von Chichén Itzá belegen das durch Hunderte von Keramik-, Jade- und Skelettfunden, die Edward H. Thompson zwischen 1904 und 1910 dort barg.

Der Ortsname Homún wird in mehreren Publikationen als „fünf zart“ oder „fünf jung“ übersetzt, abgeleitet von Maya „ho“ für fünf und „mun“ für unreif oder zart. Andere Etymologien lesen den Namen als Pflanzenbezug. Die Maya-Sprache wird in Yucatán bis heute von etwa 537.000 Menschen gesprochen, das Instituto Nacional de Lenguas Indígenas (INALI) zählt das Yukatekische zu den fünf großen indigenen Sprachen Mexikos.

Die Maya-Bewohner Homúns haben den Bezug zu ihren Cenoten nie aufgegeben. Die lokale Bürgerinitiative gegen die Schweinemegafarm trägt den Maya-Namen Kanan Ts’ono’ot – „Wächter der Cenoten“. Reisende, die ihre Guides danach fragen, hören eine andere Cenoten-Geschichte als in den Hochglanz-Reiseführern: eine Geschichte von rituellen Praktiken, von medizinischen Pflanzen am Cenote-Rand und vom Konflikt um die Wasserrechte.

Wasserqualität und Verhalten im Wasser

Das Wasser in den Homúner Cenoten ist klar und kalt, typischerweise 24 bis 26 Grad. Es kommt aus dem oberen Karst-Aquifer der Halbinsel, ist aber nicht steril. Vereinzelt gibt es Berichte über Hautreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden nach Cenoten-Bädern, in der Regel verursacht durch Escherichia coli aus oberflächlichem Eintrag. Praktische Konsequenz: nicht trinken, möglichst nicht in Augen oder offene Wunden bekommen, nach dem Bad duschen.

Drei Verhaltensregeln, die den ökologischen Schaden niedrig halten:

Erstens: biologisch abbaubare Sonnencreme verwenden, idealerweise mineralisch (Zinkoxid, Titandioxid). Chemische UV-Filter wie Oxybenzon und Octinoxat sind in vielen mexikanischen Cenoten verboten und schädigen das Mikrobiom des Wassers.

Zweitens: vor dem Bad duschen und Schmuck ablegen. Lotionen, Parfum und Make-up gelangen sonst direkt ins Wasser. Maya-Tradition betrachtet die Cenoten als sakralen Raum; die Bitte, vor dem Eintauchen kurz innezuhalten, ist mehr als Symbolik.

Drittens: kein Tauchen ohne Ausbildung. Manche Homúner Cenoten haben Verbindungstunnel zu anderen Höhlen. Was wie eine harmlose Erkundung aussieht, ist Höhlentauchen mit Ausbildungspflicht (Cave Diver Certification). In Yucatán ertranken zwischen 2010 und 2024 mindestens 60 unzureichend ausgebildete Taucher in Cenoten, die meisten Fälle wären mit Grundregeln vermeidbar gewesen.

Der Schweinemegafarm-Konflikt – warum der Tourismus in Homún ein politischer Akt ist

2017 erfuhren die Bewohner Homúns, dass das Unternehmen Producción Alimentaria Porcícola (PAPO), eine Vertragsfirma des größten mexikanischen Schweineproduzenten Kekén, am Ortsrand eine Mastanlage für 49.000 Schweine errichten wollte. Die Anlage hätte zwischen zwei geschützten Naturräumen gelegen: dem Anillo de Cenotes als geohydrologischem Reservat des Bundesstaats und dem Lagunenpark Yalahau als Ramsar-geschütztem Feuchtgebiet. Die Sorge der Gemeinde: Gülle und Antibiotika-Reststoffe würden in den Karst-Aquifer sickern, der zugleich Trinkwasserquelle und Tourismusgrundlage ist.

Die Bürgerinitiative Kanan Ts’ono’ot organisierte am 8. Oktober 2017 eine Selbstkonsultation, bei der die Mehrheit der teilnehmenden Maya-Gemeinde gegen die Anlage stimmte. Sechs Kinder reichten daraufhin eine Amparo-Klage ein. Distriktrichterin Miriam de Jesús Cámara Patrón ordnete am 9. Oktober 2018 eine vorläufige Schließung an. Am 19. Mai 2021 bestätigte die Erste Kammer des Obersten Gerichtshofs Mexikos (SCJN) die Suspendierung und stützte die Entscheidung explizit auf die Rechte der Kinder von Homún. Der Fall gilt seither als richtungsweisend für den Schutz indigener Wasserrechte in Mexiko.

Der Konflikt ist nicht beendet. 2022 erhielt eine Aktivistin telefonische Drohungen, vorher waren Tourismusbetriebe ihrer Familienmitglieder durch staatliche Stellen geschlossen worden. Der Dokumentarfilm Ka’anan Ts’onot aus dem Jahr 2021 erzählt die Geschichte der Initiative aus erster Hand. Wer in Homún Cenoten besucht, finanziert ein Tourismusmodell, das die Bewohner gegen industrielle Schweinemast verteidigen. Das ist kein Werbenarrativ, sondern dokumentierter Hintergrund.

Praxis – was einpacken, beste Tageszeit, Etikette

Packliste: Badekleidung unter der Straßenkleidung, schnelltrocknendes Handtuch, Wasserschuhe (viele Treppen sind rutschig), biologisch abbaubare Sonnencreme, Mückenspray mit DEET über 30 Prozent für die Pausen außerhalb des Wassers, Bargeld in kleinen Scheinen (50, 100, 200 MXN), Trinkwasser, leichter Snack, einfaches T-Shirt für den Sonnenschutz im Wasser, Trockenbeutel oder Drybag für Handy und Geldbörse während der Mototaxi-Fahrt. Karten werden nur an wenigen Cenoten akzeptiert, Bankautomaten gibt es im Ort, aber nicht zuverlässig.

Beste Tageszeit: Morgens von 9 bis 11 Uhr, weil das Sonnenlicht in halboffene Cenoten dann am steilsten einfällt und die Wasseroberfläche am stärksten leuchtet. Mittags wird es voller. Nach 15 Uhr kommen die Mototaxi-Fahrer manchmal nicht mehr, deshalb keine späten Touren planen.

Beste Reisezeit: Trockenzeit Dezember bis April. Im Mai beginnt die Regenzeit, ab Juni können kurze Starkregen die Schotterwege auswaschen, die Wege bleiben aber meist befahrbar. Während der Hurrikan-Saison (1. Juni bis 30. November) sind Cenoten nicht vom Sturm betroffen, weil sie unter der Erde liegen, der Wegeschluss kann aber bei Starkregen kurzfristig erfolgen.

Etikette: Trinkgeld für Mototaxi-Fahrer 30 bis 50 MXN ist üblich, für Führung in der Cenote weitere 30 bis 50 MXN. Spanisch hilft, ist aber nicht zwingend, viele Guides arbeiten mit einfachem Englisch. Drohnenflug nur mit Einverständnis der Cenote-Eigentümer.

Kombinationen mit Cuzamá, Mucuyché und Hacienda Sotuta de Peón

Wer Homún in eine größere Tagesroute einbauen will, kombiniert sinnvoll mit drei nahen Zielen. Cuzamá, das 13 Kilometer westlich liegt, hat seine eigene Cenoten-Tradition mit der historischen Pferdebahn (Truck) zu drei Cenoten (Bolom-Chojol, Chelentún, Chak-Zinik-Ché) und ist gut mit Homún kombinierbar in einem Tag. Mucuyché liegt 30 Kilometer südwestlich an der Carretera 261 und beherbergt zwei spektakuläre Cenoten in einer ehemaligen Hacienda, betrieben durch Cenotes Hacienda Mucuyché. Hacienda Sotuta de Peón zeigt 25 Kilometer westlich von Homún die historische Henequén-Produktion, mit Schmalspurbahn und Cenote-Bad als Abschluss.

Eine sinnvolle Tagesroute ab Mérida: 9 Uhr Aufbruch, 10 Uhr Cuzamá, 12 Uhr Mittagessen in Homún, 13 bis 16 Uhr drei Cenoten in Homún per Mototaxi, 17 Uhr Rückfahrt nach Mérida. Wer ruhiger plant, gönnt sich zwei Tage und übernachtet im Cenote San Antonio in Homún oder im Glamping Hameki am Ortsrand.

Quellen und Literatur

Ka’anan Ts’onot – Guardianes de los cenotes (Dokumentarfilm 2021): Premiere am 7. Mai 2021 in Homún, produziert mit der Escuela de Cine Comunitario.

Pope, K. O., Ocampo, A. C. & Duller, C. E. (1993): Surficial geology of the Chicxulub impact crater, Yucatan, Mexico. Earth, Moon, and Planets 63(2), 93 bis 104.

Perry, E., Marin, L., McClain, J. & Velazquez, G. (1995): Ring of Cenotes (sinkholes), northwest Yucatan, Mexico – its hydrogeologic characteristics and possible association with the Chicxulub impact crater. Geology 23(1), 17 bis 20. doi.org/10.1130/0091-7613(1995)023<0017:ROCSNY>2.3.CO;2

UNESCO World Heritage Centre (2008, fortlaufend aktualisiert): Ring of cenotes of Chicxulub Crater, Yucatan – Tentative List Mexico. whc.unesco.org/en/tentativelists/5784

Northwestern University, Karst Geochemistry and Hydrogeology Group (2018): Chicxulub Crater and Ring of Cenotes. sites.northwestern.edu/monroyrios/some-maps/chicxulub-and-ring-of-cenotes

Suprema Corte de Justicia de la Nación, Erste Kammer (19. Mai 2021): Bestätigung der Suspendierung der Granja Porcícola in Homún (Amparo en Revisión). scjn.gob.mx

amerika21 / Christian Dürr (2. Juni 2021): Ein Sieg für die Maya-Gemeinden in Mexiko gegen Massentierhalter. amerika21.de/2021/06/251013/maya-gemeinden-mexiko-massentierhaltung

Indignación A. C. und Kanan Ts’ono’ot (laufend): Berichte und Mitteilungen zur Verteidigung der Cenoten Homúns. indignacion.org.mx

Center for Biological Diversity (6. April 2022): Threat to a Human Rights Defender of the Cenotes of Homún, Yucatán. biologicaldiversity.org

Yucatán Today (2026): A Complete Guide for a Visit to the Homún Cenotes. yucatantoday.com/en/blog/a-complete-guide-for-a-visit-to-the-homun-cenotes

México Desconocido (2023): Los cenotes de Homún – explora las joyas de la naturaleza en Yucatán. mexicodesconocido.com.mx/cenotes-de-homun-yucatan-cuzama.html

Wikipedia DE (2026): Chicxulub-Krater. de.wikipedia.org/wiki/Chicxulub-Krater

Instituto Nacional de Lenguas Indígenas (INALI): Catálogo de las Lenguas Indígenas Nacionales – Yucateco. inali.gob.mx

SEDUMA Yucatán: Reserva Geohidrológica del Anillo de Cenotes – estado actual y delimitación. seduma.yucatan.gob.mx

Auswärtiges Amt: Mexiko – Reise- und Sicherheitshinweise. auswaertiges-amt.de/de/service/laender/mexiko-node/mexikosicherheit-213648

Ausflüge nach Homún

Besuchen Sie Homún und die Umgebung. ➞ Orte

Bundesstaat: Yucatán

Tagesausflug nach Homún
Orte: Homún

Kategorie: Cenoten, Höhlen, Mexiko Stichworte: Cenotes

Mexiko – Reiseinformationen

Vögel auf der Yucatán-Halbinsel

Vögel von Yucatán

Hacienda Uayalceh

Hacienda Uayalceh

Tagesausflüge ab Mérida: 15 Touren zu Cenoten, Maya-Ruinen und Haciendas

Tagesausflüge ab Mérida: 15 Touren zu Cenoten, Maya-Ruinen und Haciendas

Zapote negro - Traditionelle mexikanische Frucht und Heilpflanze

Zapote negro – Traditionelle mexikanische Frucht und Heilpflanze

Oxkintok

Oxkintok – Maya-Metropole mit dem Labyrinth der Unterwelt

Mérida, Yucatán: Maya-Hauptstadt, Henequén-Boom und Bohème

Mérida, Yucatán: Maya-Hauptstadt, Henequén-Boom und Bohème

Sian Ka’an Tulum UNESCO Biosphärenreservat

Sian Ka’an Tulum UNESCO Biosphärenreservat

Paseo de Montejo in Mérida: Belle-Époque-Boulevard zwischen Henequén-Boom und Gegenwart

Paseo de Montejo in Mérida: Belle-Époque-Boulevard zwischen Henequén-Boom und Gegenwart

Vorheriger Beitrag: « Sicherheit in Mexiko 2026 – was WM-Reisende wissen müssen
Nächster Beitrag: Mexikos rätselhafte Phänomene – was die Wissenschaft heute erklärt »

Footer

Impressum

  • Aktuelle Nachrichten aus Mexiko
  • Alle Beiträge zu Mexiko
  • Archäologische Stätten in Mexiko
  • Bundesstaat – Region von Mexiko
  • Cenoten
  • Cenoten in Mexiko
  • Datenschutzerklärung
  • Estados – Die Bundesstaaten von Mexiko
  • Fotos Mexiko hohe Auflösung
  • Fotos von Mexiko
  • Impressum
  • Inhalt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Karte der Sehenswürdigkeiten in Mexiko
  • Karte von Mexiko
  • Mexiko
  • Mexiko – Alle Beiträge
  • Mexiko Rundreise
  • Orte und Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten in Mexiko
  • Panoramafotos von Mexiko
  • Regionen und Bundesstaaten von Mexiko – der vollständige Überblick
  • Reiseinformationen zu Mexiko
  • Riviera Maya – Karibikstrände und Maya-Kultur
  • Sehenswürdigkeiten Karte
  • Sehenswürdigkeiten und Ausflüge Rund um Tulum – Karte
  • Yucatán

Orte

  • Oxkintok (0)
  • Mina de Oro (1)
  • Dzilam de Bravo (1)
  • Cuidad de México (1)
  • Oaxaca (1)
  • San Cristóbal de las Casas (1)
  • Izamal (1)
  • Santa Clara (1)
  • Uayma (1)
  • Temozón (1)
  • Kikil (1)
  • Cacao (1)
  • Mucuyché (1)
  • Hacienda San Pedro Ochil (1)
  • Sisal (1)
  • Kopomá (1)
  • Tipikal (1)
  • Mayapán (1)
  • Acanceh (1)
  • Aké (1)
  • Maxcanú (1)
  • Kabah (1)
  • Sayil (1)
  • La Reforma (1)
  • Xlapak (1)
  • Sian Ka’an (1)
  • Dzityá (1)
  • Ticul (1)
  • Edzná (1)
  • Kimbilá (1)
  • Tekit (1)
  • Champotón (1)
  • Chochola (1)
  • Kopoma (1)
  • Playa del Carmen (1)
  • Chicxulub Puerto (1)
  • La Venta (1)
  • Villahermosa (1)
  • Chelem (1)
  • San Juan Chancalaíto (1)
  • Umán (1)
  • Tihosuco (1)
  • Teotihuacán (1)
  • Celestún (2)
  • Uxmal (2)
  • Chuburná (2)
  • Labná (2)
  • Campeche (2)
  • Tenosique (2)
  • Cancun (2)
  • Bécal (2)
  • Abalá (2)
  • Nuevo Durango (2)
  • Homún (2)
  • Río Lagartos (2)
  • Maní (3)
  • Tixkokob (3)
  • Cobá (3)
  • Cuzamá (3)
  • Akumal (3)
  • Yaxcopoil (4)
  • Progreso (5)
  • Valladolid (5)
  • Dzibilchaltún (6)
  • Puerto Morelos (7)
  • Palenque (7)
  • Tulum (16)
  • Mérida (26)

Mexiko

  • Archäologische Stätten
  • Azteken
  • Cenoten
  • Früchte
  • Haciendas
  • Höhlen
  • Karibik
  • Maya
  • Mexiko
  • Olmeken
  • Panoramafotos
  • Regionen
  • Reiseinformationen
  • Riviera Maya
  • Ruinen
  • Strände
  • Tiere
  • Wasserfälle

Beiträge

  • Edzná – Maya-Metropole und Wasserbaukunst in Campeche
  • Chaya – Baumspinat der Maya, Wirkung und Anbau
  • Cobá – Maya-Stadt im Dschungel von Quintana Roo
  • Tulum Ruinen – Geschichte, Bauwerke und Eintritt 2026
  • Klima in Yucatán
  • Nutzpflanzen der Maya – was die Hochkultur ernährte und wie sie es anbaute
  • In Mexiko studieren, Praktikum oder Austausch machen – alle Infos und Anlaufstellen
  • Touranbieter in Mérida – Tagesausflüge und Mehrtagestouren in Yucatán
  • Chichén Itzá – Maya-Metropole im Norden Yucatáns
  • Xocolatl und Cacao – die Maya-Wurzeln der Schokolade von Theobroma cacao bis heute
  • Mexikanische Küche – der umfassende Guide zu Streetfood, Klassikern und Spezialitäten
  • Arbeiten in Mexiko – was Deutsche 2026 wissen müssen
  • Río Lagartos in Yucatán – Flora, Fauna, Bootstouren und Sehenswürdigkeiten
  • Kikil in Yucatán – Ex-Convento, Cenote und Sehenswürdigkeiten
  • Ruta de los Conventos – Yucatán
  • Temozón in Yucatán – Sehenswürdigkeiten im Dorf und in der Umgebung
  • Hacienda Uayalceh
  • Cenote Zaci im Zentrum von Valladolid
  • Uayma in Yucatán – das bunte Wunder zwischen Maya-Steinen und barocker Kunst
  • Vögel von Yucatán
  • Mietwagen in Yucatán: Versicherung, Polizeikontrollen, Cuota vs. Libre
  • Izamal – die gelbe Stadt zwischen Maya-Pyramide und Franziskanerkloster
  • San Cristóbal de las Casas – Tzotzil und Tzeltal Hochland
  • Chiapas Highlights – Agua Azul, Misol-Ha, San Cristóbal und Sumidero
  • Ek Balam: Maya-Stadt mit den geflügelten Stuckfiguren und Cenote X’Canché
  • Sprachschulen (Spanisch + Maya) in Mérida, Yucatán
  • Isla Holbox – Sandbänke, Walhaie und Biolumineszenz im Norden Yucatáns
  • Maya-Heiler, Curanderos und Schamanen in Mexiko – Ethnobotanik einer lebenden Kunst
  • Mérida, Yucatán: Maya-Hauptstadt, Henequén-Boom und Bohème
  • Isla Mujeres – die Insel der Frauen vor Cancún zwischen Maya-Göttin und Walhai-Saison

Search

© 2026 Simon Feiertag · Impressum · www.mexiko-mexico.org · Anmelden