
- Am 11. September 2026 lag der Wechselkurs bei 19,67 mexikanischen Pesos für einen Euro. Ein Jahr zuvor erhielt man noch mehr als 21 Pesos je Euro.
- Für zwei Wochen auf Yucatán sollte man pro Person mit etwa 1.400 bis 1.700 Euro bei sparsamer Reiseweise, 2.200 bis 2.900 Euro im mittleren Preissegment und mindestens rund 4.000 Euro für eine gehobene Reise rechnen.
- Bei drei Wochen und einer zusätzlichen Reiseregion liegen die Kosten ungefähr bei 1.900 bis 2.300 Euro für eine günstige Reise, 3.100 bis 4.000 Euro für die Mittelklasse und ab etwa 5.500 Euro im gehobenen Segment.
- Zu den festen Abgaben gehören pro Person 983 Pesos Derecho de No Residente, die bei Flugreisen bereits im Ticket enthalten sind. Wer Quintana Roo besucht, muss zusätzlich 293 Pesos Visitax einplanen.
- Seit dem 24. April 2026 gibt es beim Tren Maya keinen besonderen Tarif für ausländische Reisende mehr. Gleichzeitig wurden die Fahrpreise um bis zu 30 Prozent reduziert. Eine Fahrt von Cancún nach Chichén Itzá kostet 351 Pesos.
- Ausländische Besucher zahlen 2026 für Chichén Itzá zwischen 653 und ungefähr 700 Pesos. Davon entfallen lediglich 105 Pesos auf die Bundesgebühr des INAH.
- Bei jedem mexikanischen Inlandsflug fällt die Flughafengebühr TUA an. Am Flughafen Mexiko-Stadt beträgt sie 542 Pesos für nationale und 1.030 Pesos für internationale Abflüge.
Eine zweiwöchige Mexiko-Reise kostet 2026 pro Person ungefähr 1.400 bis mehr als 4.000 Euro. Wer drei Wochen unterwegs ist, sollte mit etwa 1.900 bis 5.500 Euro rechnen. Entscheidend sind vor allem drei Kostenblöcke: der Langstreckenflug, die täglichen Ausgaben für Übernachtung und Verpflegung sowie mehrere Gebühren und Abgaben, die in vielen Reisepreisen nicht direkt sichtbar sind.
Mexiko gehört inzwischen weder zu den ausgesprochen günstigen noch zu den besonders teuren Reiseländern. Im August 2026 lag die mexikanische Inflationsrate bei 3,26 Prozent und damit innerhalb des Zielbereichs der Zentralbank. Die Preise innerhalb des Landes steigen somit nur moderat. Für Reisende aus dem Euroraum spielt jedoch zusätzlich der Wechselkurs eine wichtige Rolle. Gerade hier hat sich die Situation innerhalb der vergangenen zwölf Monate deutlich verändert.
Der Wechselkurs belastet das Reisebudget stärker als die Inflation
Gegenüber dem mexikanischen Peso hat der Euro ungefähr neun Prozent an Wert verloren. Die Banco de México veröffentlichte für den 11. September 2026 einen Kreuzkurs von 19,6724 Pesos je Euro. Im Verlauf des Jahres schwankte der Kurs zwischen 19,79 und 22,03 Pesos. Den höchsten Stand erreichte der Euro Ende März 2026.
Erst die Kombination aus Inflation und Wechselkurs zeigt die tatsächliche Verteuerung für europäische Reisende. Während die Preise in Pesos um 3,26 Prozent zulegten, sank die Kaufkraft des Euro gleichzeitig um ungefähr 8,6 Prozent. Für einen Reisenden aus Deutschland kostet dieselbe Leistung deshalb in Euro etwa 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wer seine Kalkulation aus älteren Reiseberichten übernimmt, setzt das Budget daher meist zu niedrig an.
Für schnelle Umrechnungen eignet sich ein Kurs von ungefähr 20 Pesos je Euro. 100 Pesos entsprechen damit knapp fünf Euro und 1.000 Pesos etwas mehr als 50 Euro. Sämtliche Beträge dieses Beitrags wurden mit einem Wechselkurs von 19,70 Pesos je Euro umgerechnet.
Gegenüber dem US-Dollar ist der Peso noch stärker. Im August 2026 erhielt man für einen Dollar ungefähr 17,05 Pesos. Wer touristische Leistungen etwa in Cancún oder Tulum in US-Dollar bezahlt, bekommt häufig einen ungünstigen Wechselkurs des jeweiligen Anbieters. Günstiger ist es in der Regel, bar in Pesos oder per Karte in mexikanischer Landeswährung zu zahlen.
Welche Kosten bereits vor der Abreise feststehen
Drei Ausgaben lassen sich schon vor Reisebeginn ziemlich genau bestimmen. Bei einer günstigen Reise können sie zusammen beinahe die Hälfte des gesamten Budgets ausmachen.
Der Interkontinentalflug. Hin- und Rückflüge von Frankfurt nach Cancún waren im Sommer 2026 ab ungefähr 546 Euro erhältlich. Der durchschnittliche Preis lag bei rund 691 Euro. Für Flüge nach Mexiko-Stadt wurden im Durchschnitt etwa 781 Euro verlangt, während Lufthansa bei ungefähr 814 Euro begann. Condor bot einzelne Strecken von Frankfurt nach Cancún bereits ab 339,99 Euro an. Besonders günstig ist üblicherweise der November. Als guter Buchungszeitpunkt gelten ungefähr 40 Tage vor dem Abflug.
Ein Teil der Preisentwicklung im Jahr 2026 hängt mit den Treibstoffkosten zusammen. Der durchschnittliche Preis für Turbosina erhöhte sich in Mexiko zwischen Februar und März 2026 von 11,77 auf 17,43 Pesos pro Liter. Die Nachfrage ging gleichzeitig zurück. Zwischen Januar und August 2026 verzeichnete der Flughafen Cancún rund 5,7 Prozent weniger Passagiere als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allein im August sank das internationale Passagieraufkommen um 15 Prozent. Für flexible Reisende erhöhen sich in einem schwächeren Markt die Chancen auf günstige Angebote.
Der Derecho de No Residente, kurz DNR. Diese Bundesabgabe gemäß Artikel 8 der Ley Federal de Derechos betrifft praktisch alle ausländischen Besucher. Im Januar 2026 stieg sie von 861 auf 983 Pesos und damit um 14,2 Prozent. Umgerechnet sind das knapp 50 Euro. Wer per Flugzeug nach Mexiko einreist, hat die Gebühr bereits mit dem Flugticket bezahlt. Die Fluggesellschaft zieht den Betrag ein und führt ihn an den Staat ab. Bei einer Einreise auf dem Landweg oder mit dem Schiff muss die Abgabe dagegen separat bezahlt werden. Ausgenommen sind mexikanische Staatsangehörige, Personen mit temporärer oder permanenter Aufenthaltserlaubnis sowie Kinder unter zwei Jahren.
Die Visitax in Quintana Roo. Reisende nach Cancún, Playa del Carmen, Tulum, Cozumel, Isla Mujeres, Holbox oder Bacalar müssen zusätzlich eine Abgabe des Bundesstaates bezahlen. In der Ley de Derechos von Quintana Roo ist sie mit dem 2,5-Fachen der UMA festgelegt. Die UMA dient in Mexiko als Rechengröße für Gebühren und Bußgelder und wird vom INEGI jedes Jahr entsprechend der Inflation angepasst. Seit dem 1. Februar 2026 beträgt die tägliche UMA 117,31 Pesos. Daraus ergibt sich eine Visitax von 293,28 Pesos beziehungsweise ungefähr 15 Euro.
Bei dieser Position entstehen besonders häufig falsche Budgetangaben. Das Parlament von Quintana Roo nahm im Dezember 2025 eine geplante Erhöhung des Multiplikators zurück. Deshalb verbreitete sich vielfach die Aussage, dass die Visitax nicht erhöht worden sei. Der Faktor von 2,5 blieb tatsächlich unverändert, der konkrete Betrag in Pesos jedoch nicht. Dieser steigt jedes Jahr zum 1. Februar automatisch mit der UMA. Wer weiterhin mit 283 Pesos rechnet, verwendet noch den Betrag von 2025.
Bezahlt werden kann die Visitax online oder an Kiosken am Flughafen. Als Zahlungsnachweis dient ein QR-Code. Im Jahr 2026 wurden die Kontrollen am Flughafen Cancún verstärkt. Ein Vorschlag, Hotels direkt mit dem Einzug der Abgabe zu beauftragen, scheiterte am Widerstand der Branche. Aus den Rechnungsdaten der Finanzverwaltung des Bundesstaates geht hervor, dass zuletzt lediglich ungefähr ein Achtel der theoretisch möglichen Einnahmen tatsächlich eingezogen wurde. Bezahlen sollte man dennoch, da sich Kontrollstellen vor der Sicherheitskontrolle bei der Ausreise befinden.
Für Reisende nach Los Cabos, La Paz oder Loreto gilt eine separate Abgabe des Bundesstaates Baja California Sur. Diese wurde im Januar 2026 auf 488 Pesos erhöht.
Drei realistische Tagesbudgets
Alle Ausgaben nach dem Flug lassen sich am einfachsten über ein tägliches Budget kalkulieren. Die folgenden Werte beziehen sich jeweils auf eine Person und umfassen Übernachtung, Essen, lokalen Verkehr sowie durchschnittliche Eintrittskosten. Längere Fahrten zwischen verschiedenen Regionen sind nicht enthalten.
Sparsam, ungefähr 45 bis 60 Euro pro Tag. Wer im Mehrbettzimmer oder in einem einfachen Doppelzimmer für 350 bis 600 Pesos übernachtet, morgens am Marktstand frühstückt, mittags eine comida corrida bestellt und abends Tacos isst, kann mit einem vergleichsweise niedrigen Budget reisen. Eine comida corrida, also ein meist dreigängiges Mittagsmenü, gibt es in Oaxaca ab ungefähr 45 Pesos. In einer guten Taquería in Mexiko-Stadt kostet ein Essen etwa 135 Pesos. Für einen Taco am Straßenstand werden ungefähr 25 bis 50 Pesos verlangt. Besonders viel lässt sich beim Nahverkehr sparen. Eine Fahrt mit der Metro in Mexiko-Stadt kostet 5 Pesos, der Va-y-Ven-Bus in Mérida 12 Pesos und ein Colectivo zwischen Playa del Carmen und Tulum etwa 40 bis 50 Pesos. Mit dieser Reiseweise reichen ungefähr 800 bis 1.250 Pesos täglich.
Mittelklasse, ungefähr 85 bis 140 Euro pro Tag. Hierzu gehören ein Doppelzimmer in einem ordentlichen Hotel, regelmäßige Restaurantbesuche, Fahrten mit ADO-Bussen oder dem Tren Maya sowie ungefähr eine kostenpflichtige Unternehmung pro Tag. In Mexiko-Stadt lag der durchschnittliche Zimmerpreis im März 2026 bei 2.020,60 Pesos und die Auslastung bei 63,21 Prozent. Das entspricht etwas mehr als 100 Euro je Zimmer. Bei zwei Reisenden halbieren sich die Übernachtungskosten pro Person, weshalb Paare häufig wesentlich günstiger reisen als Einzelpersonen. Für ein Essen in einem besseren Restaurant sollte man 180 bis 350 Pesos einplanen, für ein Bier in einer Bar ungefähr 50 bis 90 Pesos.
Gehoben, ab ungefähr 180 Euro täglich. Im Luxusbereich betrug der durchschnittliche Zimmerpreis 2025 rund 336,39 US-Dollar pro Nacht, also fast 290 Euro. Eine obere Grenze gibt es praktisch nicht, insbesondere an der Riviera Maya und in Los Cabos.
Eine zusätzliche Orientierung bietet die Encuesta de Viajeros Internacionales des INEGI. Flugreisende Touristen gaben während ihres Aufenthalts im Juli 2026 durchschnittlich 1.223,20 US-Dollar aus. Das entspricht ungefähr 1.050 Euro. Der internationale Flug ist darin nicht enthalten. Außerdem basiert dieser Durchschnitt überwiegend auf Reisenden aus den USA, deren Aufenthaltsdauer meist deutlich unter zwei Wochen liegt. Für eine zweiwöchige Mittelklassereise eines deutschen Urlaubers sind deshalb etwa 1.600 bis 2.000 Euro Ausgaben innerhalb Mexikos durchaus plausibel.
Auch der mexikanische Mindestlohn ist ein hilfreicher Vergleichswert für das lokale Preisniveau. In der allgemeinen Zone beträgt er 2026 täglich 315,04 Pesos. In der nördlichen Grenzregion liegt er bei 440,87 Pesos. Ein Mittagessen für 135 Pesos entspricht damit mehr als vier Zehnteln eines regulären Tageslohns. Liegen die Preise an einem Ort deutlich darüber, handelt es sich häufig um einen ausgeprägten Tourismusaufschlag.
Verkehr innerhalb Mexikos – wo der Zug günstiger als der Bus ist
Auf der Halbinsel Yucatán haben sich die Preisverhältnisse seit dem 24. April 2026 verändert. Der Tren Maya reduzierte seine Fahrpreise um bis zu 30 Prozent und schaffte gleichzeitig den bisherigen höheren Tarif für Ausländer ab. Stattdessen gilt nun die Kategorie Turista México, bei der mexikanische und ausländische Reisende denselben Preis bezahlen. Zuvor kostete beispielsweise ein Premier-Ticket von Mérida nach Cancún für Mexikaner 1.146 Pesos und für Ausländer 1.541 Pesos.
In der Klasse Turista kostet die Strecke von Cancún nach Tulum derzeit 245 Pesos. Nach Chichén Itzá sind es 351 Pesos, nach Chetumal 667 Pesos, nach Campeche 798 Pesos und nach Palenque 1.169 Pesos. Eine Fahrt von Mérida Teya zum Flughafen Cancún kostet 547 Pesos. Vergünstigungen für Studierende, Lehrkräfte, Menschen mit Behinderung und ältere Personen mit INAPAM-Ausweis bestehen weiterhin. Auch der günstigere Tarif für Einwohner der fünf Bundesstaaten entlang der Strecke bleibt erhalten.
Auf mehreren Verbindungen ist der Zug damit inzwischen preiswerter als der Fernbus. Für Fahrten zwischen Mérida und Cancún verlangt ADO abhängig von der Abfahrtszeit zwischen 501 und 920 Pesos. Zum Flughafen können bis zu 1.030 Pesos anfallen. Bei kürzeren Strecken kann dagegen der Bus günstiger sein. Für Mérida nach Campeche werden bei ADO online zwischen 186 und 488 Pesos verlangt, während der Tren Maya 339 Pesos kostet. Wer viel Gepäck mitführt, nachts reisen möchte oder Ziele fernab der Bahnhöfe ansteuert, ist mit ADO häufig weiterhin besser bedient.
Die TUA – der wenig sichtbare Zuschlag bei jedem Inlandsflug
Wer Yucatán beispielsweise mit Oaxaca oder Chiapas verbinden möchte, entscheidet sich häufig für einen Inlandsflug. Fluggesellschaften wie Volaris und VivaAerobus werben teilweise mit Grundpreisen im niedrigen zweistelligen Eurobereich. Hinzu kommt jedoch die Tarifa de Uso de Aeropuerto, kurz TUA. Diese Flughafengebühr wird bei jedem abgehenden Flug erhoben. Sie ist zwar im endgültigen Ticketpreis enthalten, erscheint jedoch nicht im beworbenen Basispreis.
Am Flughafen Mexiko-Stadt wurde die TUA zum 1. April 2026 auf 542 Pesos für nationale und 1.030 Pesos für internationale Flüge angehoben. Am Flughafen Felipe Ángeles, dem zweiten Flughafen der Hauptstadtregion, betrug sie im Januar 2026 für nationale Flüge lediglich 266,62 Pesos und damit ungefähr die Hälfte. Besonders hoch ist die Gebühr beispielsweise in Mazatlán mit 826 Pesos und in Acapulco mit 813 Pesos für Inlandsflüge. Bei ausgesprochen günstigen Flugtickets kann die TUA bis zu 60 Prozent des endgültigen Ticketpreises ausmachen.
Daraus ergeben sich zwei praktische Konsequenzen. Bei Hin- und Rückflügen fällt die TUA zweimal an, jeweils am Abflugort. Außerdem kann sich bei Reisen über Mexiko-Stadt ein Vergleich zwischen den beiden Flughäfen lohnen. Eine Differenz von rund 275 Pesos pro Strecke kann den Preisvorteil einer Billigfluggesellschaft vollständig aufzehren. Die TUA wird ursprünglich in US-Dollar festgelegt und monatlich anhand des durchschnittlichen Wechselkurses der Banco de México in Pesos umgerechnet.
Für eine zweiwöchige Reise sollte man für einen Inlandsflug einschließlich TUA und aufgegebenem Gepäck ungefähr 60 bis 130 Euro kalkulieren. Der tatsächliche Preis hängt von Strecke und Buchungsvorlauf ab.
Eintrittspreise und weshalb Chichén Itzá zwei Gebühren enthält
Für archäologische Stätten gibt es in Mexiko häufig zwei verschiedene Gebührenbestandteile. Das INAH erhebt nach der Ley Federal de Derechos eine Bundesgebühr. Zusätzlich kann der jeweilige Bundesstaat eine eigene Abgabe verlangen. In Yucatán ist dieser regionale Anteil deutlich höher als die eigentliche Bundesgebühr.
Für Chichén Itzá beträgt die INAH-Gebühr 2026 insgesamt 105 Pesos. Dieser Betrag gilt sowohl für mexikanische als auch für ausländische Besucher. Zusätzlich verlangt der Bundesstaat von ausländischen Gästen 548 Pesos, während Mexikaner 190 Pesos zahlen. Für ausländische Besucher ergibt sich damit ein Gesamtpreis von 653 Pesos beziehungsweise rund 33 Euro. Regionale Medien meldeten allerdings nach einer Tarifanpassung der Landesbehörde einen regionalen Anteil von 592 Pesos und damit insgesamt 697 Pesos. Da sich die Angaben widersprechen, sollte man sicherheitshalber rund 700 Pesos pro Person einplanen. Bargeld mitzunehmen ist sinnvoll, da an den Kassen nur Pesos sowie Visa und Mastercard akzeptiert werden.
Drei Regelungen können sich besonders auf das Reisebudget von Familien auswirken. Nach Angaben des INAH haben Kinder unter 13 Jahren, Studierende und Lehrkräfte mit gültigem Ausweis sowie Personen über 60 Jahren freien Eintritt nach Chichén Itzá. Der kostenlose Sonntag gilt hingegen ausschließlich für mexikanische Staatsangehörige und ausländische Personen mit Wohnsitz in Mexiko. Touristen profitieren nicht davon. Einwohner des Bundesstaates Yucatán können Chichén Itzá im Jahr 2026 ganzjährig kostenlos besuchen.
Chichén Itzá gehört zur teuersten Preiskategorie des INAH. Archäologische Stätten ohne hohen zusätzlichen Landesanteil sind wesentlich günstiger. Für eine zweiwöchige Reise mit drei bis vier größeren archäologischen Zonen sowie einigen Cenoten und Museen sind insgesamt etwa 1.500 bis 2.500 Pesos an Eintrittsgeldern realistisch. Die abendliche Lichtveranstaltung Noches de Kukulkán kostet zusätzlich.
Zwei Wochen Yucatán – drei Beispielbudgets
Die folgenden Kalkulationen gelten jeweils für eine Person bei 14 Reisetagen und 13 Übernachtungen. Zugrunde liegt eine Route von Cancún über Tulum, Valladolid und Mérida zurück nach Cancún. Der Langstreckenflug startet in Frankfurt, ein Mietwagen ist nicht vorgesehen.
Sparsam, ungefähr 1.400 bis 1.700 Euro. Für den Flug werden 550 bis 650 Euro angesetzt, dazu 50 Euro DNR und 15 Euro Visitax. Das tägliche Budget beträgt 14 mal 50 Euro. Für längere Fahrten mit Tren Maya und Colectivo kommen ungefähr 60 Euro hinzu. Eintrittsgelder schlagen mit rund 85 Euro zu Buche.
Mittelklasse, ungefähr 2.200 bis 2.900 Euro. Der Flug kostet etwa 650 bis 800 Euro. Hinzu kommen 65 Euro an Abgaben sowie ein Tagesbudget von 14 mal 110 Euro. Für den Fernverkehr werden 90 Euro kalkuliert. Eintrittsgelder und zwei bis drei organisierte Touren kosten zusammen ungefähr 200 bis 350 Euro.
Gehoben, ab ungefähr 4.000 Euro. Ein Flug in Premium Economy oder mit flexiblem Tarif beginnt ungefähr bei 900 Euro. Die Abgaben betragen 65 Euro. Für den täglichen Aufenthalt werden mindestens 200 Euro angesetzt. Private Transfers und Ausflüge verursachen zusätzlich mindestens 400 Euro.
Bei zwei gemeinsam reisenden Personen reduziert sich das Mittelklassebudget pro Kopf um ungefähr 250 bis 400 Euro, weil die Kosten eines Doppelzimmers geteilt werden. Wer allein unterwegs ist, zahlt entsprechend mehr. Selbst Übernachtungen in Hostels gleichen diesen Nachteil nicht vollständig aus.
Drei Wochen und eine zweite Reiseregion
Bei einer dreiwöchigen Reise lässt sich eine zusätzliche Route integrieren. Typisch sind beispielsweise Yucatán in Kombination mit Chiapas oder Yucatán zusammen mit Oaxaca und Mexiko-Stadt. Gegenüber einer zweiwöchigen Reise entstehen die Mehrkosten hauptsächlich durch sieben zusätzliche Tage, einen Inlandsflug und zusätzliche längere Transportstrecken.
Sparsam, ungefähr 1.900 bis 2.300 Euro. Für den internationalen Flug werden 550 bis 650 Euro angesetzt, für Abgaben 65 Euro und für 21 Tage jeweils 50 Euro Tagesbudget. Hinzu kommen ungefähr 80 Euro für einen Inlandsflug, 90 Euro für längere Fahrten und 110 Euro für Eintrittsgelder.
Mittelklasse, ungefähr 3.100 bis 4.000 Euro. Der Flug wird mit 650 bis 800 Euro kalkuliert, die Abgaben mit 65 Euro. Das Tagesbudget beträgt 21 mal 110 Euro. Für einen Inlandsflug werden rund 120 Euro angesetzt, für Fernverkehr 130 Euro und für Eintritte sowie organisierte Touren ungefähr 300 bis 450 Euro.
Gehoben, ab ungefähr 5.500 Euro.
Chiapas ist bei den laufenden Kosten günstiger als die mexikanische Karibikküste, allerdings sind die Entfernungen dort größer. Wer Palenque mit dem Tren Maya erreicht, bezahlt von Cancún aus 1.169 Pesos und kann den Umweg über Villahermosa vermeiden.
Kosten, die in vielen Reisebudgets übersehen werden
Steuern auf Hotelpreise. In Mexiko werden Hotelpreise häufig zunächst ohne sämtliche Steuern angezeigt. Zum Nettopreis kommen 16 Prozent Mehrwertsteuer sowie das Impuesto Sobre Hospedaje hinzu. Diese Beherbergungssteuer wird von jedem Bundesstaat selbst festgelegt. In Quintana Roo verlangen viele Hotels darüber hinaus eine kommunale Umweltabgabe pro Zimmer und Übernachtung, die beim Check-in bezahlt wird. Wer ausschließlich mit dem zunächst angezeigten Zimmerpreis rechnet, kann am Ende deutlich höhere Kosten haben.
Mietwagen. Angebote von neun Euro pro Tag auf Vergleichsportalen sind häufig reine Lockpreise. In Mexiko ist der Mieter für ausreichenden Haftpflichtschutz verantwortlich. Autovermieter verkaufen entsprechende Versicherungen am Schalter für ungefähr fünf bis zwölf US-Dollar täglich. Wer diese ablehnt und keinen in Mexiko gültigen Versicherungsnachweis vorlegen kann, muss unter Umständen eine Kaution von 50.000 Pesos oder 2.500 US-Dollar auf der Kreditkarte hinterlegen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung reicht zudem nicht für Schadenssummen aus, wie sie aus Europa bekannt sind. Zusätzlich fallen auf gebührenpflichtigen Cuota-Autobahnen Mautkosten an.
Trinkgeld. In Restaurants sind ungefähr 10 bis 15 Prozent üblich. Zusätzlich werden kleinere Beträge für Gepäckträger, Tankstellenpersonal und Zimmerreinigung gegeben. Über einen Zeitraum von zwei Wochen können sich diese Ausgaben auf etwa 40 bis 80 Euro summieren.
Bargeldbeschaffung. Mexikanische Geldautomaten berechnen für jede Abhebung eigene Gebühren. Wenige größere Abhebungen sind deshalb meist günstiger als zahlreiche kleine. Fragt der Automat, ob die Abbuchung in Euro oder in Pesos erfolgen soll, ist die Abrechnung in Pesos normalerweise die günstigere Wahl. Andernfalls wird der Wechselkurs des Automatenbetreibers verwendet.
Auslandskrankenversicherung. Eine Reisekrankenversicherung einschließlich Rücktransport sollte fest eingeplant werden. Für zwei bis drei Wochen kostet sie abhängig von Alter und Versicherungsunternehmen meist einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag.
Wann sich die Reisekosten verändern
Die Preise in Mexiko schwanken deutlich mit den Jahreszeiten. Von Dezember bis April herrscht an der Karibikküste Hochsaison. Das Wetter ist in dieser Zeit vergleichsweise trocken, gleichzeitig erreichen Hotelpreise ihre höchsten Werte. Zwischen Mai und Oktober ist Regenzeit. Flug- und Unterkunftspreise liegen dann meist deutlich niedriger. Zusätzliche Einsparungen sind möglich, wenn deutsche Schulferien und mexikanische Feiertage vermieden werden. Ausnahmen bilden insbesondere der Día de Muertos von Ende Oktober bis Anfang November sowie die Semana Santa. In diesen Zeiträumen ist die Nachfrage durch Reisende innerhalb Mexikos besonders hoch.
Für Reisende, die Mexiko 2027 besuchen möchten, lohnt bereits jetzt ein Blick auf mögliche Änderungen. Im Mitte September 2026 veröffentlichten Paquete Económico 2027 schlug die Bundesregierung vor, den DNR um 35 Prozent auf 1.334,80 Pesos zu erhöhen. Der Hotelverband von Cancún kritisierte die geplante Erhöhung als Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit. Die Regierung begründet die zusätzlichen Einnahmen mit der geplanten Digitalisierung der Einreiseabfertigung. Beschlossen ist die Erhöhung bislang nicht. Sollte sie umgesetzt werden, würde der feste Kostenblock pro Person um ungefähr 18 Euro steigen.
Auch die Visitax wird automatisch höher ausfallen, sobald das INEGI im Januar 2027 den neuen UMA-Wert veröffentlicht. Bei einer Inflationsrate von ungefähr drei Prozent wäre eine Visitax von rund 302 Pesos zu erwarten. Wer im Frühjahr 2027 nach Mexiko reist, sollte beide Positionen deshalb mit etwas Reserve kalkulieren.
Quellen und Literatur
- Banco de México (2026): Tipo de cambio en Euros, Kreuzkurs vom 11. September 2026. banxico.org.mx/rsscb/rss (abgerufen am 15. September 2026)
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- INEGI (2026): Índice Nacional de Precios al Consumidor, agosto de 2026. Boletín de Indicador 586/26, 9. September 2026. inegi.org.mx/contenidos/saladeprensa/boletines/2026/inpc/inpc_2q2026_09.pdf
- INEGI (2026): Unidad de Medida y Actualización 2026. Diario Oficial de la Federación, 9. Januar 2026. dof.gob.mx/nota_detalle.php?codigo=5778072
- INEGI (2026): Encuesta de Viajeros Internacionales, Ergebnisse Juli 2026, veröffentlicht am 14. September 2026. inegi.org.mx
- INAH (2026): Chichén Itzá, Información para la visita, Categoría IV. lugares.inah.gob.mx/es/node/5663 (abgerufen am 15. September 2026)
- Cámara de Diputados: Ley Federal de Derechos, Artikel 8 (Derecho de No Residente). diputados.gob.mx/LeyesBiblio/
- Gobierno del Estado de Quintana Roo (2025): Decreto 196, Reform der Ley de Derechos del Estado de Quintana Roo. Periódico Oficial, 18. Dezember 2025. sefiplan.qroo.gob.mx
- Aeropuerto Internacional de la Ciudad de México (2026): Tarifa de Uso de Aeropuerto ab 1. April 2026, veröffentlicht im Diario Oficial de la Federación. aicm.com.mx
- Diario de Yucatán (2026): Boletos del Tren Maya bajan de precio hasta un 30 por ciento, 24. April 2026. yucatan.com.mx
- Infobae México (2026): Chichén Itzá, nuevas tarifas del Boleto Único, 15. Juli 2026. infobae.com
- El Quintanarroense (2026): Paquete Económico 2027 contempla aumento al DNR, 9. September 2026. elquintanarroense.com.mx
- Riviera Maya News (2026): Quintana Roo to collect only one eighth of Visitax potential in 2026. rivieramayanews.mx
- Pasillo Turístico (2026): Hotelería en CDMX, tarifas al alza, ocupación contenida, April 2026. pasilloturistico.com







