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Bonampak und Yaxchilán – Maya-Städte im Regenwald am Usumacinta

  • Yaxchilán befindet sich in einer Flussschleife des Río Usumacinta unmittelbar an der Grenze zu Guatemala. Die Anlage kann ausschließlich mit dem Boot erreicht werden und liegt von Frontera Corozal aus rund 20 Flusskilometer entfernt.
  • Bonampak liegt im Tal des Río Lacanjá, ungefähr 40 bis 50 Straßenkilometer von Frontera Corozal entfernt. Bekannt ist die Maya-Stätte vor allem für ihre Wandmalereien aus dem Jahr 791 n. Chr.
  • Als Ausgangspunkt bietet sich Palenque an. Über die Bundesstraße 307 beträgt die Strecke bis Frontera Corozal etwa 165 bis 185 Kilometer, wofür ungefähr 2,5 bis 3 Stunden benötigt werden.
  • Die INAH-Gebühren für 2026 betragen in Bonampak 210 Pesos für ausländische Besucher, zusätzlich 40 Pesos Gemeindeabgabe und 250 Pesos für den Transport. Der Eintritt in Yaxchilán ist kostenlos. Für die Lancha fallen 1.200 Pesos pro Boot sowie weitere 35 Pesos Abgabe an.
  • Beide archäologischen Zonen sind montags bis sonntags von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass erfolgt um 16:00 Uhr.
  • Das Auswärtige Amt rät zwar von Reisen in das Grenzgebiet zwischen Chiapas und Guatemala ab, nimmt die Bundesstraße 307 zwischen Palenque, Bonampak, Río Lacanjá und Frontera Corozal mit Yaxchilán jedoch ausdrücklich von dieser Empfehlung aus.
  • Nach zeitweiligen Schließungen zwischen Oktober 2023 und März 2024 sind beide Stätten im Jahr 2026 geöffnet. Polizei und Guardia Nacional sichern den touristisch genutzten Korridor.

Bonampak und Yaxchilán gehören zu den Maya-Städten der Spätklassik in der Selva Lacandona im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Yaxchilán entwickelte sich einst zu einem bedeutenden Machtzentrum am Río Usumacinta und ist heute ausschließlich per Lancha von Frontera Corozal aus erreichbar. Das kleinere Bonampak bewahrt dagegen die vollständigsten bekannten Wandmalereien der Maya-Welt. Von Palenque aus können beide Anlagen an einem langen Tagesausflug besucht werden. Deutlich entspannter ist eine Reise mit zwei Tagen Zeit.

Beide Maya-Städte befinden sich im äußersten Osten von Chiapas, wo der Río Usumacinta zugleich die Grenze zu Guatemala bildet. Während der späten Klassik dominierte Yaxchilán den mittleren Flussabschnitt. Bonampak lag rund 30 Kilometer weiter südlich und stand zeitweise unter dem Einfluss Yaxchiláns. Gemeinsam befinden sich die beiden archäologischen Zonen auf der mexikanischen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe. Seit 1992 stehen sie zudem als Monumentos Naturales unter Schutz der Umweltbehörde. Das Schutzgebiet von Bonampak umfasst ungefähr 4.350 Hektar Regenwald, das von Yaxchilán etwa 2.620 Hektar.

Die einzige Straßenverbindung in die Region bildet die Bundesstraße 307, die Carretera Fronteriza del Sur. Kämpfe zwischen kriminellen Gruppen führten zwischen 2023 und 2025 zeitweise dazu, dass dieser Korridor nicht passierbar war. Im Jahr 2026 werden von Reiseveranstaltern in Palenque wieder regelmäßig Touren angeboten. Dennoch sollte die aktuelle Sicherheitslage weiterhin beobachtet werden.

Anreise ab Palenque – über die Bundesstraße 307 nach Frontera Corozal

Palenque eignet sich am besten als Ausgangsort für einen Besuch von Bonampak und Yaxchilán. Die Stadt liegt am Endpunkt der entsprechenden Tren-Maya-Strecke und kann dadurch ohne Umstieg aus Mérida, Campeche oder Cancún erreicht werden. Der nächstgelegene größere Flughafen befindet sich in Villahermosa, ungefähr 1,5 bis 2 Stunden entfernt. In und um Palenque stehen Mietwagen, Reisebüros und Unterkünfte verschiedener Kategorien zur Verfügung.

Von Palenque verläuft die Bundesstraße 199 zunächst einige Kilometer in südlicher Richtung. Anschließend zweigt die Straße 307 nach Südosten ab. Nach etwa 130 Kilometern erreicht man San Javier. Dort führt eine Abzweigung nach Lacanjá Chansayab und Bonampak. Rund 15 Kilometer weiter befindet sich die Abfahrt nach Frontera Corozal. Von dieser Kreuzung sind es noch etwa 16 Kilometer bis zum Fluss. Das INAH gibt die Entfernung zwischen Palenque und Frontera Corozal mit ungefähr 185 Kilometern an.

Für die Fahrt sollten wegen zahlreicher Topes, Ortsdurchfahrten und Kontrollstellen ungefähr 2,5 bis 3 Stunden eingeplant werden. Militär und Nationalgarde führen entlang der Strecke regelmäßig Kontrollen durch. Deshalb sollte der Reisepass griffbereit im Handgepäck aufbewahrt werden.

Geführte Tour oder eigene Anreise

Die Mehrheit der Reisenden entscheidet sich in Palenque für eine organisierte Tagestour. Üblicherweise beginnt sie gegen 6:00 Uhr und dauert etwa 14 bis 15 Stunden. Je nach Anbieter und Sprache des Guides liegen die Preise 2026 bei ungefähr 135 bis 155 US-Dollar pro Person. Meist sind der Transport, die Lancha, der Kleinbus der Lacandonen nach Bonampak und ein Frühstück unterwegs im Preis enthalten. Ein wesentlicher Vorteil organisierter Ausflüge ist der aktuelle Informationsstand der Agenturen. Sie erfahren häufig frühzeitig, ob eine archäologische Zone geöffnet ist. Kommt es kurzfristig zu einer Schließung, bieten manche Veranstalter alternativ Pomoná, Moral-Reforma oder Wasserfälle in der Umgebung an.

Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, sollte bereits in Palenque volltanken, ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen mitnehmen und Karten für die Offline-Nutzung herunterladen. Der Mobilfunkempfang entlang der Bundesstraße 307 ist stellenweise schwach oder fehlt ganz. Zwischen Palenque und Frontera Corozal verkehren außerdem Colectivos in Form von Sammeltaxis und Kleinbussen. Die Weiterfahrt nach Bonampak lässt sich mit diesen Verkehrsmitteln jedoch nur schwierig abstimmen.

Aus San Cristóbal de las Casas und aus Guatemala

Von San Cristóbal de las Casas führt die empfehlenswerte Strecke zunächst über Ocosingo auf der Bundesstraße 199 nach Palenque und anschließend über die Straße 307 weiter. Diese Route sollte ausschließlich bei Tageslicht gefahren werden. Eine südlichere Alternative über Comitán, die Lagunas de Montebello und die Carretera Fronteriza führt dagegen durch das Grenzgebiet, das nicht unter die Ausnahme des Auswärtigen Amts fällt.

Von Guatemala aus verkehren Boote zwischen Bethel beziehungsweise La Técnica und Frontera Corozal. La Técnica liegt am guatemaltekischen Flussufer lediglich etwa 600 Meter flussabwärts. Von dort bestehen Busverbindungen in Richtung Flores und Tikal. Die mexikanischen Formalitäten für Einreise und Ausreise werden in Frontera Corozal erledigt. Verschiedene Reiseagenturen in Palenque und Flores bieten außerdem kombinierte Transfers an, bei denen Besuche von Yaxchilán und Bonampak eingeschlossen sind.

Warum es keine Bootsverbindung aus Tabasco gibt

Eine durchgehende Bootsroute von Tabasco nach Yaxchilán oder sogar bis Bonampak gibt es nicht. Bonampak befindet sich ohnehin nicht direkt am Usumacinta, sondern liegt im Tal des Río Lacanjá etwa 20 bis 30 Kilometer Luftlinie vom Fluss entfernt. Zwischen Yaxchilán und dem Austritt des Usumacinta aus dem Bergland bei Boca del Cerro südlich von Tenosique liegen acht schnell fließende Canyonabschnitte mit Strudeln und Stromschnellen. Der Kartograf Ronald L. Canter dokumentierte diese Verhältnisse im Jahr 2007 in einer ausführlichen Studie zur Navigation auf dem Fluss.

Der Name Usumacinta hat seinen Ursprung im Nahuatl und lässt sich sinngemäß mit „Ort der vielen heiligen Affen“ übersetzen. Im Bereich von Yaxchilán erreicht die Strömung etwa 3 bis 4 Kilometer pro Stunde. Flussabwärts erleichtert dies die Fahrt, während eine Fahrt gegen die Strömung deutlich anstrengender ist. Unterhalb von Yaxchilán folgen zunächst die Stromschnellen von Chicozapote. Sie werden der Klasse 2 zugerechnet und sind bei niedrigem Wasserstand schwieriger zu passieren. Danach beginnt der Canyon Cola del Diablo, in dem sich auf neun Kilometern neun Stromschnellen befinden. Noch weiter flussabwärts stellen die beiden Stufen des Raudal de San José der Klasse 3 ein weiteres Hindernis dar. Von Boca del Cerro aus werden kurze Lancha-Ausflüge in den Cañón del Usumacinta angeboten. Eine Weiterfahrt bis nach Yaxchilán gehört jedoch nicht zum regulären Angebot.

Die mehrtägige Usumacinta-Expedition

Eine vollständige Flussreise wird lediglich in der entgegengesetzten Richtung angeboten. Spezialisierte Veranstalter starten in Frontera Corozal mit Schlauchbooten und Kajaks und legen bis Boca del Cerro insgesamt 144 Flusskilometer zurück. Abhängig vom jeweiligen Programm dauert die Tour etwa sieben bis neun Tage und findet überwiegend während des Winterhalbjahres statt. Übernachtet wird auf Sandbänken sowie bei den Ruinen von Yaxchilán und Piedras Negras. Piedras Negras gehört zum guatemaltekischen Nationalpark Sierra del Lacandón und lässt sich ausschließlich über den Fluss oder aus der Luft erreichen.

Auf dem Weg mündet der Río Busiljá über einen 24 Meter hohen Travertin-Wasserfall in den Usumacinta. Die schwierigsten Abschnitte im Gran Cañón de San José erreichen den Schwierigkeitsgrad Klasse III. Obwohl die Strecke anspruchsvoll ist, können auch Anfänger sie mit professioneller Begleitung bewältigen. Im Jahr 1994 wurde eine Raftinggruppe in der Nähe des Busiljá von Bewaffneten überfallen. Der kommerzielle Betrieb kam anschließend für mehrere Jahre zum Erliegen.

Mit der Lancha nach Yaxchilán

Die Fahrt mit der Lancha ab Frontera Corozal stellt den einzigen regulären Zugang zu Yaxchilán dar. Frontera Corozal wird überwiegend von Angehörigen der Ch’ol bewohnt und zählt mehr als 6.500 Einwohner. Die örtlichen Bootskooperativen nutzen zwei Anlegestellen. Der obere Anleger liegt neben dem Gemeindehotel Escudo Jaguar, ein weiterer befindet sich ungefähr 800 Meter flussabwärts.

Für die rund 20 Kilometer lange Strecke nach Yaxchilán benötigt die Lancha flussabwärts ungefähr 35 bis 45 Minuten. Auf dem Rückweg gegen die Strömung dauert die Fahrt etwas länger. Das INAH kalkuliert für die Strecke pauschal mit einer Stunde. Nach Angaben des INAH kostet die Hin- und Rückfahrt 1.200 Pesos. Dieser Betrag gilt für das gesamte Boot und nicht für einzelne Personen. Alleinreisende können sich am Anleger mit anderen Besuchern zusammenschließen. Zusätzlich wird eine Gebühr von 35 Pesos erhoben, die vom INAH als Beitrag zur kommunalen Selbstverteidigung bezeichnet wird.

Während der Bootsfahrt verläuft das guatemaltekische Ufer stellenweise in unmittelbarer Nähe. Mit etwas Glück sind Brüllaffen (Alouatta pigra), Reiher oder ein Beulenkrokodil (Crocodylus moreletii) auf einer Sandbank zu beobachten. Für den eigentlichen Besuch der archäologischen Zone sollten wenigstens zwei Stunden reserviert werden. Wer erst nach 14:00 Uhr am Anleger ankommt, hat bis zur Schließung um 16:30 Uhr kaum noch ausreichend Zeit.

Yaxchilán – die Stadt in der Flussschleife

Yaxchilán liegt innerhalb einer nahezu kreisförmigen Schleife des Usumacinta. Diese misst ungefähr 3,5 Kilometer im Durchmesser und rund 13 Kilometer im Umfang. Auf drei Seiten wird die Stadt vom Fluss umgeben. Der einzige Zugang über Land verlief einst über einen schmalen Sattel im Südwesten. Mehr als 80 Gebäude gehören zur archäologischen Stätte, von denen etwa 50 untersucht und restauriert wurden. Mehr als 130 verzierte Monumente, darunter Stelen, Türstürze, Altäre und Hieroglyphentreppen, dokumentieren die Geschichte der Herrscher von Yaxchilán.

Pa‘ Chan und die Jaguar-Dynastie

Die heutige Bezeichnung Yaxchilán geht auf Teobert Maler zurück. Der deutsch-österreichische Forscher besuchte die Ruinen 1895, 1897 und 1900 und führte die Nummerierung der Gebäude ein, die noch heute verwendet wird. Die häufig genannte Übersetzung des Namens mit „grüne Steine“ gilt inzwischen als zweifelhaft. In den 1880er Jahren wurde der Ort nach einem Ahnen der Lacandonen als Menché bezeichnet. Der Epigrafiker Simon Martin liest den antiken Stadtnamen als Pa‘ Chan, was „gespaltener Himmel“ bedeutet. Passend dazu zeigt die Emblemglyphe der Stadt ein Himmelszeichen mit einem deutlich erkennbaren Riss.

Die Herrscherdynastie lässt sich vom 4. bis zum 9. Jahrhundert verfolgen. Das älteste historisch gesicherte Datum findet sich auf Stele 27 und entspricht dem Jahr 514. Nach Einschätzung des INAH könnte die Aufzählung der ersten zehn Herrscher jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt zusammengestellt worden sein, um dynastische Ansprüche zu legitimieren. Itzamnaaj Bahlam III., der auch als Schild-Jaguar bekannt ist, bestieg im Oktober 681 den Thron. Seine Herrschaft dauerte bis 742 und damit ungefähr 61 Jahre. Nach einem zehnjährigen Interregnum übernahm sein Sohn Pájaro Jaguar IV., Vogel-Jaguar, im Jahr 752 die Herrschaft und regierte bis 772. Während seiner Regierungszeit erreichte Yaxchilán den Höhepunkt seiner Entwicklung.

Der wichtigste Konkurrent war Piedras Negras, das flussabwärts lag und sogar über ein größeres Zeremonialzentrum verfügte. Inschriften dokumentieren einen langwierigen Krieg zwischen beiden Städten, der von 795 bis 808 dauerte und mit einer Niederlage von Piedras Negras endete. Um das Jahr 900 war Yaxchilán verlassen. Für die moderne Maya-Forschung waren die Inschriften der Stadt von großer Bedeutung. Die 1963 und 1964 veröffentlichten Untersuchungen Tatiana Proskouriakoffs zu Yaxchilán lieferten entscheidende Belege dafür, dass Maya-Inschriften tatsächliche historische Ereignisse und Herrschergeschichten wiedergeben.

Rundgang – Labyrinth, Gran Plaza und Gebäude 33

Vom Anleger führt der Weg zunächst durch Gebäude 19, das sogenannte Labyrinth. Der Bau entstand zwischen 742 und 752 und gilt als komplexestes Gebäude von Yaxchilán. Im Inneren verteilen sich Gänge, Kammern und Treppen auf mehrere Ebenen. Dort leben Fledermäuse, weshalb eine Taschenlampe hilfreich ist. Schon während der klassischen Maya-Zeit mussten Besucher diesen dunklen Bereich durchqueren, bevor sich vor ihnen der Hauptplatz öffnete.

Die Gran Plaza zieht sich in West-Ost-Richtung parallel zum Fluss. Gebäude 6 wird aufgrund noch vorhandener farbiger Stuckreste auch als Roter Tempel am Ufer bezeichnet. An Gebäude 12 befanden sich ursprünglich acht beschriftete Türstürze, auf denen eine frühe Herrscherfolge dargestellt war. Drei liegen noch heute an der Stätte, zwei befinden sich im Museo Nacional de Antropología und einer im British Museum. In der Nähe des Ballspielplatzes, Gebäude 14, lagen außerdem kleine Räume, die der Archäologe Roberto García Moll als Dampfbäder interpretierte.

Eine monumentale Treppe führt hinauf zu Gebäude 33, das etwa 40 Meter über der Gran Plaza steht. Der Tempel gilt als bedeutendstes Bauwerk aus der Regierungszeit von Pájaro Jaguar IV. und ist zugleich das am besten erhaltene Gebäude Yaxchiláns. Auch der durchbrochene Dachkamm ist noch vorhanden. Auf der Hieroglyphentreppe vor dem Bau ist der Herrscher beim Ballspiel dargestellt. Im Inneren befindet sich seine Sitzfigur, deren abgetrennter Kopf unmittelbar daneben liegt. Zum Tempel gehört ebenfalls ein skulptierter Tropfstein, der unter der Bezeichnung Stele 31 geführt wird.

Südakropolis und Kleine Akropolis

Etwa 90 Meter oberhalb der Gran Plaza liegt die Südakropolis mit den Gebäuden 39, 40 und 41. Im Inneren von Gebäude 40 haben sich Reste von Wandmalereien und Stuckfiguren erhalten. Das INAH bringt diese Darstellungen mit den neun Herren der Nacht in Verbindung. Gebäude 41 zählt zu den ältesten Bauwerken Yaxchiláns und ist zugleich der am höchsten gelegene Tempel. Seine Tür ist auf eine V-förmige Kerbe in der rund 20 Kilometer entfernten Sierra del Lacandón ausgerichtet. Dort geht zur Sonnenwende die Sonne auf.

Im Westen befindet sich die Kleine Akropolis. Sie besteht aus 15 Gebäuden auf einer Anhöhe, die mehr als 60 Meter über dem Fluss liegt. Vor Gebäude 44 stehen die Stelen 14, 17, 21, 22, 23 und 29. Eine Hieroglyphenstufe wird heute in einer schützenden Steinkiste aufbewahrt. Der Weg nach oben ist steil, dafür ist der Bereich ruhiger und in den Baumkronen lassen sich häufig Klammeraffen (Ateles geoffroyi) beobachten.

El Pilar, Festmachersteine und der Hafen

Dass Yaxchilán eng mit dem Fluss verbunden war, wird besonders am Ufer deutlich. Gegenüber dem oberen Abschnitt der Gran Plaza befindet sich mitten im Wasser El Pilar. Dabei handelt es sich um eine künstliche Steinstruktur mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern und einer stromlinienförmig gestalteten Vorderseite. Der Ingenieur James O’Kon interpretierte sie 2003 als Pfeiler einer Hängebrücke mit einer mittleren Spannweite von 61 Metern. Ronald L. Canter widerspricht dieser Interpretation. Seiner Berechnung zufolge wären dafür etwa 28 Meter hohe Türme erforderlich gewesen. Zudem ist bislang keine Hängebrücke aus klassischer Maya-Zeit nachgewiesen. Canter hält El Pilar deshalb eher für einen Wachposten oder eine Markierung des Wasserstands.

Eindeutiger zuzuordnen sind die Festmachersteine. In den Jahren 2004 und 2005 dokumentierten Forscher auf einer Uferstrecke von 240 Metern mehr als 30 Felsblöcke mit tiefen Rillen, die durch Seile entstanden sind. Über viele Jahrhunderte wurden an dieser Stelle Einbäume befestigt. Auch der moderne Bootsanleger liegt heute genau in diesem Abschnitt. Die Gebäude am Ufer sind durch Mauern miteinander verbunden, die gleichzeitig dem Hochwasserschutz dienten. Schätzungen zufolge wurde die Gran Plaza etwa alle 10 bis 20 Jahre überflutet.

Die Stürze im British Museum

Die bekanntesten Reliefs aus Yaxchilán befinden sich heute in London. Ursprünglich gehörten sie zu Gebäude 23, dem Wohnhaus von Ix K’abal Xook, der Hauptfrau von Schild-Jaguar. Auf Sturz 24 ist sie während eines Blutopfers dargestellt. Dabei zieht sie ein mit Dornen versehenes Seil durch ihre Zunge, während der König über ihr eine Fackel hält. Das dargestellte Ritual fand im Jahr 709 statt. Der Türsturz selbst wurde zwischen 723 und 726 angefertigt. Noch heute lassen sich Spuren von Maya-Blau und roter Farbe erkennen.

Alfred Maudslay ließ Sturz 24 im Jahr 1882 aus dem Bau entfernen und nach England transportieren. Sturz 25 folgte 1883. Sturz 26 wurde 1897 von Teobert Maler entdeckt und gelangte 1964 in das Museo Nacional de Antropología. Die Originale sind heute entsprechend in London und in den Museen von Mexiko-Stadt zu sehen. Die noch vorhandenen Türstürze an den Gebäuden 33 und 16 in Yaxchilán verwenden dieselbe Bildsprache.

Bonampak – die Wandmalereien von Tempel 1

Politisch erreichte Bonampak nie die Bedeutung größerer Maya-Zentren. Dafür besitzt die Stätte das vollständigste bekannte Wandmalereiprogramm des alten Amerika. Die Siedlung verteilte sich locker über das Tal des Río Lacanjá und umfasste mehr als 150 Wohnkomplexe, die jeweils ungefähr 100 bis 400 Meter voneinander entfernt lagen. Nach Einschätzung des INAH wurden die Freiflächen dazwischen vermutlich für den Anbau von Kakao (Theobroma cacao) und grundlegenden Nahrungspflanzen genutzt. Für Besucher zugänglich ist lediglich der zentrale Bereich mit der Großen Plaza und der Akropolis auf einem 46 Meter hohen Hügel.

Auf der Plaza erhebt sich Stele 1. Mit einer Höhe von ungefähr fünf Metern gehört sie zu den größten Stelen der Maya-Welt. Dargestellt ist Chan Muwan II., unter dessen Herrschaft der Tempel mit den berühmten Wandmalereien errichtet wurde. Während seiner frühen Geschichte stand Bonampak zunächst unter dem Einfluss von Piedras Negras und später unter der Vorherrschaft Yaxchiláns.

Name und Wiederentdeckung 1946

Die Bezeichnung Bonampak mit der Bedeutung „bemalte Wände“ wurde vom Archäologen Sylvanus Morley eingeführt. In den historischen Inschriften trägt die Stadt dagegen den Namen Ak’e. Die Akropolis wird dort als Usiij Witz, „Geierberg“, bezeichnet. Den Lacandonen waren die Ruinen längst bekannt, und noch im 20. Jahrhundert führten sie Rituale in den Tempeln durch. Im Februar 1946 brachten sie die US-Amerikaner Carlos Frey und John Bourne zu der Anlage. Wenig später führten sie auch den Fotografen Giles Healey in die Räume mit den Wandmalereien.

Während der Expeditionen der Carnegie Institution fertigten die Maler Antonio Tejeda und Agustín Villagra zwischen 1946 und 1948 die ersten Kopien der Bilder an. Die Dokumentation gestaltete sich schwierig, weil eine starke Kalksinterschicht große Teile der Farben überzogen hatte.

Drei Räume, eine Geschichte

Die Wandmalereien von Tempel 1 verteilen sich auf drei Räume und bedecken insgesamt ungefähr 144 Quadratmeter. Sie reichen vom Boden bis in die Gewölbe. Kalenderangaben datieren die dargestellten Ereignisse in das Jahr 791. Die einzelnen Szenen verlaufen in horizontalen Registern über sämtliche vier Wände. Im Scheitel der Gewölbe erscheinen Himmelszeichen oberhalb des dargestellten Geschehens.

  • Raum 1 zeigt die Vorstellung des Thronfolgers, das Ankleiden hochrangiger Personen sowie eine Gruppe von Musikern mit Trommeln, Rasseln und Trompeten.
  • Raum 2 stellt eine Schlacht mit ungefähr 126 Personen und 41 Glyphenblöcken dar. Auf der Nordwand werden gefangene Gegner vor den Siegern erniedrigt und auf ihre Opferung vorbereitet.
  • Raum 3 zeigt ein Fest mit insgesamt 69 dargestellten Personen. Zu sehen sind Tänzer mit gewaltigem Federschmuck sowie die Herrscherfamilie, deren Mitglieder ihre Zungen mit Obsidianklingen durchstechen.

Nach Angaben des INAH besiegte Chan Muwan II. in der dargestellten Schlacht mit Unterstützung aus Yaxchilán einen Gegner, der mit dem benachbarten Reich Sak Tz’i‘ verbunden war. Mary Miller und Claudia Brittenham weisen darauf hin, dass die Bilder nicht als einfache lineare Erzählung zu verstehen sind. Vielmehr präsentieren sie höfische Pracht in einer Zeit, in der die Maya-Städte entlang des Usumacinta bereits zu zerfallen begannen. Einige Bereiche der Malereien wurden nicht fertiggestellt. Nur wenige Jahre nach 791 brechen auch die Inschriften von Bonampak ab.

Restaurierung und Rekonstruktion

Im Jahr 1984 restaurierte das INAH die Wandmalereien und machte dabei große Bereiche der ursprünglichen Farbgebung wieder sichtbar. In den 1990er Jahren folgten zwei umfangreiche Dokumentationsvorhaben. Das Instituto de Investigaciones Estéticas der UNAM erstellte eine vollständige fotografische Dokumentation. Parallel dazu entstand an der Yale University das Bonampak Documentation Project. Auf Grundlage dieses Projekts fertigten Heather Hurst und Leonard Ashby Rekonstruktionsgemälde an, die 2013 veröffentlicht wurden. Seit 2011 läuft eine weitere Restaurierungsphase mit modernen Verfahren, durch die besonders die Details in Raum 3 wieder besser erkennbar geworden sind.

Innerhalb der bemalten Räume darf kein Blitzlicht verwendet werden. Die Aufsichtspersonen lassen jeweils nur kleine Besuchergruppen gleichzeitig hinein. Im Bereich der Maya-Säle des Museo Nacional de Antropología in Mexiko-Stadt ist außerdem eine Rekonstruktion von Tempel 1 mitsamt seinen Wandmalereien zu sehen.

Eintritt, Öffnungszeiten und Gebühren 2026

Das INAH nennt für Bonampak und Yaxchilán identische Öffnungszeiten, die Gebühren unterscheiden sich jedoch deutlich. Der folgende Stand bezieht sich auf September 2026.

Bonampak:

  • Der Eintritt für ausländische Besucher kostet 210 Pesos.
  • Mexikanische Besucher zahlen 105 Pesos.
  • Zusätzlich wird eine Gemeindeabgabe von 40 Pesos erhoben.
  • Der Transport mit dem Kleinbus kostet 250 Pesos.
  • Die archäologische Zone ist von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.
  • Letzter Einlass ist um 16:00 Uhr.
  • Ein Besuch außerhalb der regulären Öffnungszeiten kostet 730 Pesos.

Yaxchilán:

  • Der Eintritt für ausländische Besucher ist kostenlos.
  • Auch mexikanische Besucher zahlen keinen Eintritt.
  • Die Gemeindeabgabe beträgt 35 Pesos.
  • Für die Lancha werden 1.200 Pesos pro Boot berechnet.
  • Die archäologische Zone ist von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.
  • Letzter Einlass ist um 16:00 Uhr.
  • Ein Besuch außerhalb der regulären Öffnungszeiten kostet 730 Pesos.

Für zwei ausländische Besucher ergeben sich für beide archäologischen Zonen insgesamt Gebühren von 2.270 Pesos, sofern die Kosten für das Boot geteilt werden. Mexikanische Staatsangehörige erhalten sonntags freien Eintritt. Lebensmittel dürfen nicht in die archäologischen Zonen mitgenommen werden. Haustiere sind ebenfalls nicht erlaubt.

Wie stark sich Preise verändern können, zeigt die Transportgebühr in Bonampak. Ende 2023 wurde sie zunächst von 70 auf 150 Pesos pro Person erhöht. Für 2026 nennt das INAH inzwischen einen Betrag von 250 Pesos. Die letzten Kilometer vom Gemeindeparkplatz bei Lacanjá Chansayab bis Bonampak dürfen ausschließlich mit den Kleinbussen der Lacandonen zurückgelegt werden.

Tagesausflug oder zwei Tage – Routenvorschläge

Ein Besuch beider Maya-Stätten an nur einem Tag von Palenque aus ist grundsätzlich möglich, lässt jedoch wenig Zeit. Für Reisende mit eigenem Fahrzeug ergibt sich beispielsweise folgender realistischer Tagesablauf:

  • 6:00 Uhr Abfahrt in Palenque
  • ungefähr 8:45 Uhr Ankunft in Frontera Corozal und Weiterfahrt mit der Lancha nach Yaxchilán
  • 9:30 bis 11:30 Uhr Besichtigung von Yaxchilán
  • ungefähr 12:30 Uhr Rückkehr zum Anleger und Mittagessen
  • ungefähr 14:30 Uhr Ankunft in Bonampak nach dem Umstieg in den Gemeindebus
  • 16:00 Uhr Beginn der Rückfahrt und gegen 19:00 Uhr Ankunft in Palenque

Während der Wintermonate geht die Sonne in Palenque bereits vor 18:00 Uhr unter. Der letzte Teil der Rückfahrt müsste deshalb im Dunkeln zurückgelegt werden. Genau davon rät das Auswärtige Amt ab. Organisierte Touren akzeptieren diese späte Rückfahrt, für Selbstfahrer ist eine Reise mit zwei Tagen jedoch die sinnvollere Variante.

Zwei Tage mit Übernachtung im Regenwald

Am ersten Tag startet die Fahrt gegen 7:00 Uhr in Palenque in Richtung Frontera Corozal. Am späten Vormittag folgt die Lancha-Fahrt nach Yaxchilán. Die Nacht kann anschließend in Frontera Corozal verbracht werden, beispielsweise im Gemeindehotel Escudo Jaguar. Alternativ bieten sich die Camps bei Lacanjá Chansayab an. Am zweiten Morgen lässt sich Bonampak bereits um 8:00 Uhr als einer der ersten Besucher betreten. Zu dieser Tageszeit fällt noch weiches Licht in die bemalten Räume. Nach einer Wanderung am Río Lacanjá kann Palenque am Nachmittag noch bei Tageslicht erreicht werden.

Drei Tage und länger

Wer einen zusätzlichen Tag einplant, kann die Selva Lacandona intensiver kennenlernen. In Lacanjá Chansayab organisieren Kooperativen geführte Wanderungen zu Wasserfällen, Kajaktouren auf dem Río Lacanjá sowie Ausflüge zur Vogelbeobachtung. Reisende mit Ziel Guatemala können morgens von Frontera Corozal über den Fluss setzen und noch am selben Abend Flores erreichen. Abenteuerlichere Besucher können sich für die mehrtägige Flussexpedition bis Boca del Cerro entscheiden. Von dort sind Palenque und Tenosique wieder vergleichsweise schnell erreichbar.

Sicherheitslage 2026 – Chronik und Verhaltensregeln

Der touristische Korridor nach Bonampak und Yaxchilán ist im Jahr 2026 geöffnet. Dennoch handelt es sich nicht um eine Region, in der Reisende völlig unbesorgt unterwegs sein sollten. Das Auswärtige Amt empfiehlt, das Grenzgebiet zwischen Chiapas und Guatemala zu meiden. Eine ausdrückliche Ausnahme bildet jedoch die Bundesstraße 307 von Palenque nach Bonampak, Río Lacanjá und Frontera Corozal einschließlich Yaxchilán. Diese ungewöhnlich genaue Abgrenzung deutet darauf hin, dass der touristische Korridor als kontrollierbar eingeschätzt wird, während dies für die umliegenden Gebiete nicht gleichermaßen gilt.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre erklärt diese Vorsicht:

  • Sommer 2023: Eine kriminelle Gruppierung um Segundo Cabrero López, bekannt unter dem Namen „La Cabra“, erpresst Händler und Transportunternehmen in der Umgebung von San Javier und Frontera Corozal.
    1. Oktober 2023: Nach mehrtägigen Gefechten sperrt die Gemeinde Frontera Corozal den Zugang nach Yaxchilán.
  • Januar 2024: Reiseveranstalter aus Frankreich, Großbritannien und Belgien stellen ihre Touren in die Selva Lacandona ein. Das INAH erklärt am 26. Januar, dass Bonampak geöffnet ist, Yaxchilán jedoch nicht erreicht werden kann.
    1. März 2024: Yaxchilán wird wieder geöffnet. Eine bewaffnete Gemeindepolizei übernimmt die Bewachung. Am ersten Öffnungstag besuchen 21 Personen die Stätte.
  • Februar und März 2025: Sicherheitskräfte nehmen 20 Verdächtige sowie einen hochrangigen Polizeibeamten fest. Anfang März wird „La Cabra“ in Villahermosa verhaftet. Für Hinweise zu seiner Festnahme war eine Belohnung von 500.000 Pesos ausgesetzt.
  • Juli 2026: Vertreter der Lacandonen erklären, dass die Camps wieder Besucher aufnehmen. Polizei und Guardia Nacional sind weiterhin in der Region präsent.

Aus dieser Situation lassen sich einige grundlegende Verhaltensregeln ableiten. Die Bundesstraße 307 sollte ausschließlich bei Tageslicht befahren und das jeweilige Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreicht werden. Navigationssysteme schlagen teilweise Abkürzungen über Nebenstraßen und Pisten durch Grenzdörfer vor. Diese Routen sollten nicht genutzt werden. Bei Straßensperren gilt es anzuhalten und ruhig zu bleiben. Weder ein Durchbrechen der Sperre noch ein abruptes Umkehren ist ratsam. Bewaffnete Kräfte der Gemeindepolizei an den Zufahrten von Frontera Corozal sind üblich und dienen dort dem Schutz der Besucher.

Kurz vor der Abfahrt empfiehlt es sich, im Hotel oder bei einem Reiseveranstalter in Palenque nachzufragen, ob Bonampak und Yaxchilán an diesem Tag tatsächlich geöffnet sind. Weiterführende allgemeine Informationen zur Sicherheitslage im Land finden sich unter dem Thema Sicher unterwegs in Mexiko mit Hinweisen zu Gefahrenzonen und Reiseempfehlungen.

Selva Lacandona und Lacandonen

Bonampak und Yaxchilán sind nicht nur archäologische Ziele, sondern ebenso bedeutende Naturreiseziele. Die Selva Lacandona gilt als der größte zusammenhängende tropische Regenwald Mexikos. Rund um die Ruinen wachsen unter anderem Ceibas (Ceiba pentandra), Mahagonibäume (Swietenia macrophylla) und Zedern (Cedrela odorata). In den Baumkronen leben Brüllaffen und Klammeraffen. Mit etwas Glück lassen sich außerdem Hellrote Aras (Ara macao) beobachten. Einen guten ersten Eindruck dieses Ökosystems vermittelt auch der Regenwald bei Palenque.

Die Lacandonen bezeichnen sich selbst als Hach Winik, was „wahre Menschen“ bedeutet. Noch viele Jahrhunderte nach dem Niedergang der klassischen Maya-Städte suchten sie die Tempel für religiöse Zeremonien auf. Archäologen fanden in den Gebäuden 6, 25 und 33 von Yaxchilán große Mengen lacandonischer Keramik, die aus solchen Ritualen stammt. Heute leben Lacandonen nur noch in wenigen Dörfern. Eines davon ist Lacanjá Chansayab in der Nähe von Bonampak. Die Bewohner organisieren den Tourismus über Kooperativen, betreiben Cabañas und bieten regionale Speisen an, darunter eine Suppe aus Bachschnecken. Weitere Informationen zu den Bevölkerungsgruppen der Region finden sich im Überblick über die indigenen Völker Mexikos.

Beste Reisezeit und praktische Hinweise

Die Trockenzeit von Dezember bis April gilt als beste Periode für eine Reise nach Bonampak und Yaxchilán. Die Pisten sind während dieser Monate besser befahrbar, der Usumacinta führt weniger Wasser und die Wege in Yaxchilán sind weniger rutschig. Zwischen Juni und Oktober bringt die Regenzeit häufige Schauer. Die Wege werden dann schlammig, gleichzeitig zeigt sich der Regenwald besonders üppig und grün. Eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht während des gesamten Jahres. Unabhängig von der Reisezeit empfiehlt sich daher ein möglichst früher Start.

In Chiapas besteht ein geringes Malariarisiko, weshalb konsequenter Schutz vor Mücken wichtig ist. Weitere Hinweise finden sich unter dem Thema Gesundheit und empfohlene Impfungen für Mexiko. Zur Ausrüstung sollten der Reisepass, ausreichend Bargeld in Pesos, eine Taschenlampe, feste Schuhe, Regenschutz und genügend Trinkwasser gehören. An den Bootsanlegern und kommunalen Kassen kann nicht zuverlässig mit Karte bezahlt werden. Spanischsprachige Guides stehen am Eingang von Yaxchilán bereit. In Bonampak werden Führungen von Lacandonen angeboten.

Bonampak und Yaxchilán bleiben Reiseziele, deren Situation sich kurzfristig verändern kann. Die Rückkehr der Besucher seit 2024 ist wirtschaftlich von großer Bedeutung für Frontera Corozal und Lacanjá Chansayab. Gleichzeitig kann sich die Sicherheitslage rasch wandeln. Hinzu kommen diskutierte Pläne der staatlichen Stromgesellschaft CFE für einen Staudamm bei Boca del Cerro. Eine Umsetzung würde mehrere Maya-Stätten am unteren Usumacinta überfluten. Reisende sollten deshalb kurz vor der Fahrt die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts prüfen und sich zusätzlich vor Ort informieren. Für die Planung einer längeren Reise lassen sich Bonampak und Yaxchilán in eine Mexiko-Rundreise von zwei bis vier Wochen integrieren.

Quellen und Literatur

  • Auswärtiges Amt (Stand August 2026): Mexiko, Reise- und Sicherheitshinweise. auswaertiges-amt.de/de/service/laender/mexiko-node/mexikosicherheit-213648 (Abruf 10.09.2026)
  • INAH (2026): Bonampak, Zona arqueológica, Horarios, cuotas y acceso. lugares.inah.gob.mx/es/node/4331 (Abruf 10.09.2026)
  • INAH (2026): Yaxchilán, Zona arqueológica, Estructuras. lugares.inah.gob.mx/es/node/4367 (Abruf 10.09.2026)
  • INAH (2026): Yaxchilán, Información para la visita. lugares.inah.gob.mx/es/node/5858 (Abruf 10.09.2026)
  • INAH (2024): Boletín No. 43, Las zonas arqueológicas de Chiapas son atendidas permanentemente por el INAH, 26. Januar 2024. inah.gob.mx/images/boletines/2024/43/Boletin%2043.pdf
  • UNESCO: Zones archéologiques de Bonampak et Yaxchilán, Liste indicative du Mexique. whc.unesco.org/fr/listesindicatives/1962/
  • Diario Oficial de la Federación (21. August 1992): Decretos Monumento Natural Bonampak und Monumento Natural Yaxchilán. dof.gob.mx
  • British Museum: Lintel 24, Yaxchilan, Museum number Am1923,Maud.4. britishmuseum.org/collection/object/E_Am1923-Maud-4
  • Canter, R. L. (2007): Rivers Among the Ruins – The Usumacinta. The PARI Journal 7(3), 1 bis 24. mesoweb.com/pari/publications/journal/703/Usumacinta.pdf
  • Miller, M. & Brittenham, C. (2013): The Spectacle of the Late Maya Court – Reflections on the Murals of Bonampak. University of Texas Press und INAH, Austin und Mexiko-Stadt. ISBN 978-0-292-74436-3
  • Staines Cicero, L. (Hrsg.) (1998): La pintura mural prehispánica en México II, Área maya, Bonampak. UNAM, Instituto de Investigaciones Estéticas, Mexiko-Stadt.
  • Tate, C. E. (1992): Yaxchilan – The Design of a Maya Ceremonial City. University of Texas Press, Austin.
  • Proskouriakoff, T. (1963 und 1964): Historical Data in the Inscriptions of Yaxchilan, Teil I und II. Estudios de Cultura Maya 3 und 4.
  • Martin, S. & Grube, N. (2008): Chronicle of the Maya Kings and Queens. 2. Auflage. Thames & Hudson, London.
  • Reents-Budet, D. (2015): Rezension zu Miller und Brittenham, The Spectacle of the Late Maya Court. American Anthropologist 117, 855 bis 856. doi.org/10.1111/aman.12417
  • El Universal (März 2024): Reabren la zona arqueológica de Yaxchilán luego de que cerrara por presencia de grupos criminales. eluniversal.com.mx/estados/reabren-la-zona-arqueologica-de-yaxchilan-luego-de-que-cerrara-por-presencia-de-grupos-criminales/
  • El Universal (März 2024): Ingresan los primeros turistas a la zona arqueológica de Yaxchilán luego de cinco meses de cierre. eluniversal.com.mx/estados/ingresan-los-primeros-turistas-a-la-zona-arqueologica-de-yaxchilan-luego-de-cinco-meses-de-cierre/
  • UnoTV (Januar 2024): Violencia orilla a suspender recorridos en la Selva Lacandona, Chiapas. unotv.com/estados/chiapas/suspenderan-recorridos-en-la-selva-lacandona-chiapas/
  • Infobae (2. März 2025): Detienen en Tabasco a „La Cabra“, líder criminal que operaba en la Selva Lacandona. infobae.com/mexico/2025/03/02/detienen-en-tabasco-a-la-cabra-lider-criminal-que-operaba-en-la-selva-lacandona/
  • Chiapas Paralelo (31. Dezember 2023): La Selva Lacandona, contaminada por el narcotráfico. chiapasparalelo.com/noticias/chiapas/2023/12/la-selva-lacandona-contaminada-por-el-narcotrafico/
  • Quadratín Chiapas (21. Juli 2026): La selva lacandona espera visitantes en estas vacaciones de verano. chiapas.quadratin.com.mx/principal/la-selva-lacandona-espera-visitantes-en-estas-vacaciones-de-verano/
  • Orange Torpedo Trips (2026): Usumacinta, The Grand Canyon of the Maya, Reiseverlauf mit Flusskilometern. orangetorpedo.com/international-river-rafting/Usumacinta/
  • Far Flung Adventures (2025): Rio Usumacinta, Expeditionsprogramm. farflung.com/rio-usumacinta/
  • Congress & Tours (2026): Bonampak & Yaxchilan archaeological sites & jungle, Tagestour ab Palenque, Angebot auf expedia.com (Abruf 10.09.2026)

Ausflüge nach Bonampak, Palenque, Yaxchilán

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Bundesstaat: Chiapas

Tagesausflug nach Bonampak, Palenque, Yaxchilán
Orte: Bonampak, Palenque, Yaxchilán

Kategorie: Mexiko Stichworte: Guatemala, Usumacinta

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