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Zacatecas – Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Natur der Silberstadt

  • Zacatecas entstand 1546 nach der Entdeckung von Silber. Seit dem 11. Dezember 1993 gehört die historische Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Die Kernzone umfasst 207,72 Hektar.
  • Die Stadt befindet sich auf etwa 2.500 Metern Höhe zwischen dem Cerro de la Bufa und dem Cerro del Grillo. Im Jahr 2020 lebten in der Gemeinde exakt 149.607 Menschen.
  • Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in den Bundesstaat Zacatecas ab. Eine Ausnahme besteht ausschließlich für Zacatecas-Stadt, wenn die Anreise mit dem Flugzeug erfolgt. Stand dieser Einschätzung ist der 16. September 2026.
  • Die Kathedrale wurde zwischen 1730 und 1760 errichtet. Die Mina El Edén war von 1586 bis 1960 in Betrieb. Seit 2018 überquert die modernisierte Seilbahn mit neuer Technik die Altstadt.
  • Zum Bestand des Museo Rafael Coronel gehören ungefähr 11.000 Masken, von denen rund 2.300 gezeigt werden.
  • Die niederschlagsreiche Jahreszeit dauert von Juni bis September. Im Dezember und Januar können die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt fallen.
  • Vom Flughafen ZCL bestehen Direktverbindungen nach Mexiko-Stadt, Tijuana, Guadalajara, Chicago, Los Angeles und Dallas.

Zacatecas ist die am weitesten nördlich gelegene der bedeutenden mexikanischen Silberstädte. Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates befindet sich knapp zwei Flugstunden nordwestlich von Mexiko-Stadt. Besucher finden dort eine barocke Kathedrale aus rosafarbenem Cantera-Stein, ein zugängliches ehemaliges Bergwerk, eine Seilbahn über den Dächern der Stadt und eine ungewöhnlich große Auswahl an Museen. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Bundesstaat müssen Reisende allerdings besondere Vorgaben beachten.

Der Bundesstaat Zacatecas erstreckt sich über 74.479,7 Quadratkilometer und steht damit flächenmäßig an zehnter Stelle in Mexiko. Nach den Ergebnissen des Zensus 2020 leben dort lediglich 1.622.138 Menschen. Das entspricht 1,3 Prozent der mexikanischen Gesamtbevölkerung. Mit 240.532 Einwohnern ist Fresnillo die bevölkerungsreichste Gemeinde. Die Hauptstadt ist inzwischen mit dem etwa neun Kilometer entfernten Guadalupe zu einem zusammenhängenden Ballungsgebiet verwachsen. Zacatecas ist innerhalb Mexikos der wichtigste Produzent von Silber, Zink und Blei. Gleichzeitig ist die Region stark durch Abwanderung geprägt. Zwischen 2005 und 2010 erreichte die Migrationsrate 21,3 Personen je 1.000 Einwohner und lag damit ungefähr doppelt so hoch wie im mexikanischen Durchschnitt. Für das Jahr 2010 wurde geschätzt, dass rund 572.000 Menschen aus Zacatecas in den Vereinigten Staaten lebten.

Sicherheitslage 2026 – Bedeutung der Reisehinweise für Zacatecas

Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in den Bundesstaat Zacatecas ab. Lediglich für Zacatecas-Stadt besteht eine Ausnahme, sofern Besucher mit dem Flugzeug anreisen. Diese Einstufung gilt seit dem 20. August 2026 unverändert und wurde am 16. September 2026 erneut bestätigt. Die Formulierung „dringend abgeraten“ entspricht der zweithöchsten Warnstufe unterhalb einer offiziellen Reisewarnung.

Für die konkrete Reiseplanung hat diese Regelung deutliche Konsequenzen. Wer beispielsweise mit einem Fernbus aus Guadalajara, Aguascalientes oder Durango nach Zacatecas fährt, erfüllt die Voraussetzungen der Ausnahme nicht. Gleiches gilt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, etwa nach La Quemada, Jerez, Sombrerete oder Fresnillo. Auch Guadalupe zählt verwaltungstechnisch als eigenständige Stadt, während sich die Ausnahme ausdrücklich nur auf Zacatecas-Stadt bezieht. Bei zwingend notwendigen Reisen in solche Regionen empfiehlt das Auswärtige Amt ein belastbares Sicherheitskonzept. Für abgelegene Gegenden werden zudem Reiseführer empfohlen, die über einen offiziellen Ausweis des mexikanischen Tourismusministeriums SECTUR verfügen.

Die Kriminalitätszahlen zeigen inzwischen einen deutlichen Rückgang. Nach vorläufigen Angaben des Nationalen Sicherheitssekretariats SESNSP sank die durchschnittliche tägliche Zahl vorsätzlicher Tötungsdelikte im Bundesstaat von 4,5 im Jahr 2021 auf 0,2 im Jahr 2026. Die Regierung des Bundesstaates nennt 1.741 Tötungsdelikte für 2021 und 149 für das Jahr 2025. Trotzdem gaben im März 2026 laut der INEGI-Sicherheitsbefragung ENSU noch 74,6 Prozent der Einwohner von Zacatecas und Guadalupe an, sich in ihrer Stadt unsicher zu fühlen. Im Juli 2026 wurden außerdem in den Gemeinden Morelos, Pánuco und Saín Alto die Leichen von zehn Personen entdeckt. Unter den Toten befand sich ein ehemaliger Bürgermeister von Sombrerete. Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach im September 2026 zusätzlich von 23 registrierten Angriffen mit Sprengsätzen im Bundesstaat.

Im historischen Zentrum bewegen sich Besucher dagegen überwiegend in einem stark frequentierten und gut beleuchteten Stadtgebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für ganz Mexiko, Taxis ausschließlich an offiziellen Haltestellen oder über Apps zu bestellen, Geldautomaten möglichst nur innerhalb von Gebäuden zu benutzen und längere Fahrten über Land auf die Tagesstunden zu beschränken.

Geschichte von Zacatecas – vom Silberbergbau bis zur Mexikanischen Revolution

Die Entwicklung von Zacatecas ist untrennbar mit dem Silber verbunden. Der Stadtname geht auf das Náhuatl zurück und lässt sich sinngemäß mit „Ort, an dem das Zacate-Gras wächst“ übersetzen.

Vorspanische Kulturen im Norden Mesoamerikas

Bereits lange vor dem Eintreffen der Spanier wurden in der Region mineralische Rohstoffe gewonnen. Rund um das zeremonielle Zentrum Alta Vista bei Chalchihuites sind etwa 800 vorspanische Minen dokumentiert. Sie wurden über einen Zeitraum von ungefähr 600 Jahren genutzt. Zwischen etwa 350 und 1150 n. Chr. entwickelten sich auf dem Gebiet des heutigen Bundesstaates die Chalchihuites-Kultur sowie die Kultur des Valle de Malpaso mit ihrem Zentrum La Quemada. Zur Zeit der spanischen Eroberung lebten in der Region vor allem nicht sesshafte Bevölkerungsgruppen. Dazu gehörten die Zacatecos, von denen später sowohl die Stadt als auch der Bundesstaat ihren Namen erhielten.

Gründung im Jahr 1546 und Entwicklung zur Silbermetropole

Am 8. September 1546 erreichte der baskische Konquistador Juan de Tolosa gemeinsam mit einer kleinen Gruppe den Fuß des Cerro de la Bufa. Dort entdeckte er ergiebige Silbervorkommen. Auch die UNESCO nennt 1546 als Gründungsjahr von Zacatecas. Eine dauerhafte Siedlung entstand jedoch erst 1548, nachdem Cristóbal de Oñate, Diego de Ibarra und Baltasar Temiño de Bañuelos hinzugekommen waren. An diese Gründer erinnert bis heute die Fuente de los Conquistadores in der Altstadt, auf der ihre Namen verzeichnet sind.

Nach Angaben der UNESCO erreichte Zacatecas bereits im 16. und 17. Jahrhundert seine große wirtschaftliche Blütezeit. Gemeinsam mit Guanajuato entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Bergbauzentrum Neuspaniens. Gleichzeitig diente sie als Ausgangspunkt für die weitere Kolonisierung und Missionierung des Nordens. Das erste Protokollbuch des Stadtrates aus der Zeit zwischen 1557 und 1586 wurde in das UNESCO-Programm Memory of the World aufgenommen. Das gewonnene Silber gelangte über den Camino Real de Tierra Adentro nach Mexiko-Stadt. Diese Handelsroute erstreckte sich über ungefähr 2.600 Kilometer bis nach Santa Fe im heutigen US-Bundesstaat New Mexico. Seit 2010 gehört der historische Weg zum UNESCO-Welterbe. Neben dem historischen Zentrum von Zacatecas zählen unter anderem das Kolleg von Guadalupe, Sombrerete, Pinos und die Sierra de Órganos zu den geschützten Einzelstätten.

Der wirtschaftliche Wohlstand hatte jedoch einen hohen menschlichen Preis. Indigene und versklavte Arbeitskräfte bezahlten die schweren Arbeitsbedingungen häufig mit ihrer Gesundheit und nicht selten mit ihrem Leben. Auch heute prägt der Bergbau den Bundesstaat. Im Jahr 2011 waren mehr als 38 Prozent seiner Fläche durch Bergbaukonzessionen belegt.

Die Toma de Zacatecas von 1914

Am 23. Juni 1914 eroberte die División del Norte unter Francisco „Pancho“ Villa die Stadt Zacatecas. General Felipe Ángeles führte die Artillerie. Die Regierungstruppen unter General Luis Medina Barrón verteidigten die Stadt. Strategisch besaß Zacatecas große Bedeutung, da hier die Eisenbahnverbindung in Richtung Mexiko-Stadt verlief. Die Auseinandersetzung entwickelte sich zur verlustreichsten Schlacht des Feldzuges gegen Präsident Victoriano Huerta, der schließlich am 15. Juli 1914 zurücktrat. Für die Bundesarmee werden Verluste von mehreren Tausend Toten angenommen.

Archäologen des INAH konnten in den Bergen rund um Zacatecas insgesamt 32 militärische Stellungen nachweisen. Dort waren schätzungsweise 50 Kanonen eingesetzt worden. Die Kämpfe hatten bereits einige Tage zuvor begonnen. Am 10. Juni scheiterte ein erster Angriff unter Pánfilo Natera. Eine bekannte Figur aus der Überlieferung dieser Zeit ist Juana Gallo. Ihr früheres Wohnhaus wird in der Calle Abasolo gezeigt. Nach Einschätzung des INAH-Historikers Limonar Soto Salazar nahm sie allerdings nicht an der Schlacht teil. Ihr späterer Ruf entstand vielmehr durch filmische Darstellungen.

Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum von Zacatecas

Die wichtigsten Attraktionen von Zacatecas befinden sich in relativ geringer Entfernung voneinander und lassen sich entlang der Avenida Hidalgo zu Fuß erreichen. Viele Straßen orientieren sich am Verlauf eines früheren Baches. Zahlreiche Gassen steigen steil an, und wegen der Lage auf etwa 2.500 Metern Höhe können diese Wege körperlich anstrengender sein als erwartet.

Catedral Basílica – barocke Architektur aus rosafarbenem Cantera

Die Kathedrale gilt als Wahrzeichen von Zacatecas. Sie wurde zwischen 1730 und 1760 an der Stelle einer früheren Pfarrkirche errichtet, die von 1567 bis 1585 entstanden war. Die UNESCO betont sowohl die harmonische Gesamtgestaltung als auch die außergewöhnlich reiche barocke Dekoration ihrer Fassaden. Europäische und indigene Schmuckformen stehen dort unmittelbar nebeneinander. Besonders die Hauptfassade erinnert an ein monumentales, in Stein gearbeitetes Altarretabel. Einer lokalen Legende zufolge soll ein zum Tode verurteilter Gefangener die Fassade gemeißelt haben.

Der Innenraum zeigt heute deutlich weniger koloniale Pracht. Silber- und Goldarbeiten sowie europäische Gemälde wurden in den 1850er- und 1860er-Jahren während der liberalen Reformen beschlagnahmt. Seit 2010 befindet sich im Hauptschiff ein Retabel des aus Michoacán stammenden Bildhauers Javier Marín. Es ist mit 24-karätigem Blattgold überzogen. Die Kathedrale kann täglich zwischen 7:00 und 13:00 Uhr sowie zwischen 17:00 und 20:30 Uhr besucht werden.

Plaza de Armas, historische Paläste und Teatro Calderón

Direkt an der Plaza de Armas befinden sich der Palacio de Gobierno aus dem 18. Jahrhundert mit einem Wandgemälde des aus Zacatecas stammenden Künstlers Antonio Pintor sowie der Palacio de la Mala Noche. Mehrere Hundegesichter an der Fassade des Regierungspalastes führten zu dessen Spitznamen Casa de los Perros. Südlich der Kathedrale steht der Mercado González Ortega auf dem Gelände der ehemaligen kolonialen Plaza Mayor. Nach einem Brand wurde das Gebäude zu einem überdachten Einkaufszentrum mit Geschäften und Restaurants umgestaltet.

Das Teatro Fernando Calderón wurde 1897 eröffnet. Während der Toma de Zacatecas im Jahr 1914 brannte das Theater aus, wurde später jedoch wiederhergestellt. Direkt davor befindet sich die Plazuela Francisco Goitia. Sie trägt den Namen des Malers, der Szenen aus der Revolution festhielt. Am Abend treten auf den Stufen des Platzes häufig Musiker und Straßenkünstler auf. Der bereits 1613 errichtete Templo de San Agustín wird seit 1972 als Veranstaltungs- und Kulturraum genutzt.

Museen – Maskensammlungen, Picasso und abstrakte Kunst

Gemessen an ihrer Größe verfügt die Stadt Zacatecas über eine außergewöhnlich große Anzahl an Museen. Ein Grund dafür ist, dass mehrere bedeutende Künstler aus dem Bundesstaat ihre privaten Sammlungen ihrer Heimatstadt überließen.

Das Museo Rafael Coronel befindet sich im ehemaligen Franziskanerkloster San Francisco und wurde 1990 eröffnet. Rafael Coronel, der von 1931 bis 2019 lebte, sammelte rund 11.000 Masken aus verschiedenen Teilen der Welt. Etwa 2.300 davon werden im Museum präsentiert. Darüber hinaus umfasst die Sammlung Marionetten der inzwischen aufgelösten Puppentheatergruppe Rosete Aranda sowie Zeichnungen von Diego Rivera, der Coronels Schwiegervater war. Die teilweise erhaltene Klosterruine mit ihren Gärten gehört zu den atmosphärisch besonders eindrucksvollen Orten der Stadt.

Das Museo Pedro Coronel befindet sich in einem früheren Jesuitenkolleg, das später von Dominikanern genutzt wurde. Seit 1983 werden dort unter anderem Werke von Picasso, Kandinsky, Goya und Dalí sowie Objekte antiker Kulturen gezeigt. Der Stifter Pedro Coronel, der von 1921 bis 1985 lebte, wurde innerhalb des Gebäudes bestattet. Zur Anlage gehört außerdem die Biblioteca Elías Amador mit mehr als 24.000 historischen Büchern.

Das Museo de Arte Abstracto Manuel Felguérez wurde 1998 in einem früheren Priesterseminar eingerichtet, das später zunächst als Kaserne und anschließend als Gefängnis diente. Es gilt als erstes Museum für abstrakte Kunst sowohl in Mexiko als auch in Lateinamerika. Zu den ausgestellten Arbeiten zählen unter anderem die sogenannten Osaka-Wandbilder aus dem Jahr 1970.

Die wichtigsten Museen sind nach Angaben des Tourismusministeriums jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Sie unterscheiden sich in ihren Sammlungen und Ruhetagen:

  • Museo Rafael Coronel – Masken und Volkskunst – mittwochs geschlossen
  • Museo Pedro Coronel – internationale Kunst und Antike – dienstags geschlossen
  • Museo Manuel Felguérez – abstrakte Kunst – dienstags geschlossen
  • Museo Zacatecano – Kunst der Wixárika und Geschichte der Münzprägung – dienstags geschlossen
  • Museo Francisco Goitia – Malerei aus Zacatecas – montags geschlossen
  • Museo Manuel M. Ponce – Leben und Werk des Komponisten Ponce – montags geschlossen
  • Museo Toma de Zacatecas – Mexikanische Revolution von 1914 – kein regulärer Ruhetag

Das Museo Zacatecano befindet sich in der ehemaligen Münzprägeanstalt und zeigt seit 1995 eine bedeutende Sammlung von Kunst der Wixárika. Dazu gehört das Wandbild „Visión de un mundo místico“. Das Museo Manuel M. Ponce widmet sich dem 1882 geborenen Komponisten Manuel M. Ponce, der als Begründer des musikalischen Nationalismus in Mexiko angesehen wird.

Mina El Edén – ehemaliges Bergwerk im Stadtgebiet

Die Mina El Edén befindet sich im Cerro del Grillo und wurde von 1586 bis 1960 ausgebeutet. Hauptsächlich wurden dort Gold und Silber gewonnen. Seit 1975 ist das Bergwerk für Besucher zugänglich. Vom westlichen Eingang fährt eine kleine Bahn in das Berginnere. Über einen Aufzug sind die Stollen mit der Seilbahnstation auf dem Cerro del Grillo verbunden. Während einer Führung werden historische Werkzeuge und die Arbeitsbedingungen der Bergleute erläutert. Außerdem gibt es ein Museum mit Gesteinen und Mineralien. In einer großen unterirdischen Kaverne wurde sogar eine Diskothek eingerichtet. Die Temperatur im Berg ist deutlich niedriger als außerhalb.

Seilbahn und Cerro de la Bufa

Der Teleférico führt vom Cerro del Grillo zum Cerro de la Bufa. Die Fahrt über die historische Altstadt dauert ungefähr sieben Minuten. Die ursprüngliche Anlage wurde am 3. Oktober 1979 eröffnet und war damals die erste Seilbahn Mexikos. Seit Mai 2018 wird ein neues System des französischen Herstellers Poma eingesetzt. Es besitzt sieben Kabinen, darunter eine Kabine mit Glasboden. Der Betrieb findet täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr statt. Nach Angaben der Landesregierung kostet eine Hin- und Rückfahrt für Erwachsene 160 Pesos. Für die Kabine mit Glasboden werden 180 Pesos verlangt. Bei starkem Wind oder während Wartungsarbeiten wird der Betrieb eingestellt.

Auf dem Gipfel des Cerro de la Bufa befinden sich die Wallfahrtskapelle Nuestra Señora del Patrocinio und das Museo Toma de Zacatecas. Das Museum wurde am 23. Juni 1984 in einem Gebäude eröffnet, das selbst Teil der historischen Kampfhandlungen gewesen war. Im Jahr 2014 wurde die Ausstellung modernisiert. Auf der Explanada de la Revolución erinnern Reiterstandbilder an Pancho Villa, Felipe Ángeles und Pánfilo Natera. Von dort führt außerdem ein Weg zu einem Mausoleum bedeutender Persönlichkeiten aus Zacatecas. Die Zipline Tirolesa 840 erstreckt sich über 840 Meter und verläuft stellenweise in einer Höhe von bis zu 80 Metern.

Aquädukt El Cubo und ehemalige Stierkampfarena

Das aus rosafarbenem Stein errichtete Aquädukt entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts und diente der Wasserversorgung der Stadt. Direkt neben seinen Bögen befindet sich die frühere Stierkampfarena San Pedro. In deren historische Anlage wurde das Hotel Quinta Real integriert. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der Parque Sierra de Álica mit dem Museo Francisco Goitia.

Umgebung von Zacatecas – Ausflugsziele und Pueblos Mágicos

Außerhalb der Hauptstadt finden sich barocke Kunstschätze, archäologische Stätten und ungewöhnliche Felslandschaften. Sämtliche in diesem Abschnitt genannten Reiseziele liegen jedoch außerhalb der Ausnahme, die das Auswärtige Amt ausschließlich für Zacatecas-Stadt vorsieht.

Guadalupe und das Museo de Guadalupe

Guadalupe befindet sich 9,2 Kilometer östlich von Zacatecas und trägt seit 2018 den Titel Pueblo Mágico. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das frühere Colegio Apostólico de Propaganda Fide. Gegründet wurde es vom aus Valencia stammenden Franziskaner Antonio Margil de Jesús. Das Kolleg nahm am 12. Januar 1707 seinen Betrieb auf. Von hier aus brachen Missionare insbesondere in die nördlichen Gebiete bis nach Texas auf.

Seit 1917 befindet sich in dem Gebäudekomplex das Museo de Guadalupe. Es ist das älteste Museum des Bundesstaates. Das INAH zählt es zu den wichtigsten mexikanischen Museen für Kunst aus der Kolonialzeit. In der Pinakothek werden Arbeiten von Cristóbal de Villalpando, Juan Correa, Nicolás Rodríguez Juárez und Miguel Cabrera gezeigt. Zum Ensemble gehört außerdem die reich mit Gold dekorierte Capilla de Nápoles. Einer örtlichen Legende zufolge trägt die Marienfigur der Hauptkapelle einen kleinen Ring aus Gold, der ihr im 19. Jahrhundert gegeben worden sein soll, um ihren Zorn über die Gemeinde zu besänftigen.

In der früheren Hacienda de Bernárdez aus dem Jahr 1575 befindet sich heute das Centro Platero mit elf Werkstätten für Silberschmiedekunst.

La Quemada – monumentale Säulenhalle und Chicomoztoc

Die archäologische Zone La Quemada befindet sich ungefähr 50 Kilometer südwestlich von Zacatecas im Valle de Malpaso innerhalb der Gemeinde Villanueva. Nach Angaben des INAH war die Anlage zwischen etwa 350 und 1150 n. Chr. besiedelt. Ihre größte Blüte erlebte sie zwischen 600 und 850 n. Chr. Von hier wurde ein Netzwerk aus etwa 220 Siedlungen kontrolliert. Im nördlichen Zentralmexiko gibt es keine andere Stätte mit vergleichbar monumentaler Architektur.

Zentraler Bau ist der Salón de las Columnas. Die Säulenhalle misst 41 mal 32 Meter und besaß vermutlich ein ungefähr sechs Meter hohes Dach. Weitere bedeutende Bereiche sind ein etwa 80 Meter langer Ballspielplatz, die steil aufragende Pirámide Votiva und die Ciudadela mit einer rund 800 Meter langen Befestigungsmauer. Der Chronist Juan de Torquemada beschrieb den Platz 1615 als Station auf der Wanderung der Nahua-Völker. Im Jahr 1780 vermutete der Jesuit Francisco Javier Clavijero hier Chicomoztoc, den mythischen „Ort der sieben Höhlen“, von dem aus der Überlieferung zufolge sieben Nahua-Stämme aufgebrochen sein sollen. Noch heute weisen Straßenschilder den Weg zur Anlage mit der Bezeichnung „Ruinas de Chicomoztoc“.

Das 1995 eingerichtete Museo de Sitio ist seit dem 15. März 2025 wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten reichen von 9:00 bis 16:00 Uhr. La Quemada gehört zur INAH-Eintrittskategorie II. Im Jahr 2026 zahlen ausländische Besucher 155 Pesos, während für mexikanische Staatsangehörige 85 Pesos verlangt werden.

Jerez de García Salinas

Jerez liegt ungefähr 53 Kilometer westlich von Zacatecas und ist seit 2007 als Pueblo Mágico ausgezeichnet. Der Ort ist die Geburtsstadt des Dichters Ramón López Velarde. Sein ehemaliges Wohnhaus wurde in ein interaktives Museum umgewandelt. Ebenfalls sehenswert ist der Panteón de Dolores, ein Friedhof mit musealem Charakter. Die Jerezada wird jeweils in der dritten Februarwoche gefeiert, während das Tostada-Festival am ersten Wochenende im August stattfindet. Jerez und die umliegenden Gemeinden sind außerdem für den Tamborazo bekannt, eine Blasmusiktradition, bei der eine große Trommel eine zentrale Rolle spielt.

Sombrerete und der Nationalpark Sierra de Órganos

Die ehemalige Bergbaustadt Sombrerete befindet sich rund 170 Kilometer nordwestlich von Zacatecas und trägt seit 2012 den Titel Pueblo Mágico. Etwa 24 Kilometer entfernt liegt der Parque Nacional Sierra de Órganos, der am 27. November 2000 zum Nationalpark erklärt wurde. Auf einer Fläche von 1.125 Hektar erheben sich bizarre Rhyolithsäulen, deren Formen an die Pfeifen einer Orgel erinnern. Eine Botanikergruppe um E. David Enríquez Enríquez von der Universidad Autónoma de Zacatecas dokumentierte dort 406 Arten von Gefäßpflanzen in neun unterschiedlichen Vegetationstypen. Diese reichen von Eichenwäldern bis zu spezieller Felsvegetation. Die markante Landschaft wurde als Kulisse zahlreicher Westernproduktionen genutzt, darunter „Gringo viejo“ mit Gregory Peck. Zur typischen Küche der Region gehören Birria aus Lamm- oder Ziegenfleisch sowie Pan ranchero, das traditionell in Steinöfen gebacken wird.

Alta Vista bei Chalchihuites

Alta Vista bildete das bedeutendste zeremonielle Zentrum der frühen Chalchihuites-Kultur. Nach Angaben des INAH wurde die Anlage um 400 bis 450 n. Chr. von Priestern gegründet, die Verbindungen nach Teotihuacan besaßen. Ihre Blütezeit lag ungefähr zwischen 700 und 750. Die Ruinen befinden sich heute 4,2 Kilometer südlich des Wendekreises des Krebses. Die Erbauer nutzten Horizontpunkte zur Kalenderbestimmung. Zur Sommersonnenwende geht die Sonne, von einem Petroglyphen auf dem Cerro Chapín betrachtet, hinter dem Picacho Pelón auf. Manuel Gamio entdeckte die Stätte 1908 während seines Studiums. Der Astronom Anthony Aveni veröffentlichte 1982 gemeinsam mit Horst Hartung und J. Charles Kelley eine grundlegende Untersuchung zu den astronomischen Ausrichtungen der Anlage.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat

Teúl de González Ortega liegt 213 Kilometer entfernt und besitzt seit 2011 den Status Pueblo Mágico. Dort befinden sich eine archäologische Zone auf dem Cerro del Teúl und verschiedene Mezcalbrennereien. Pinos liegt etwa 125 Kilometer entfernt, trägt seit 2012 den Pueblo-Mágico-Titel und ist ein historischer Bergbauort an der Mezcalroute. Nochistlán de Mejía liegt ungefähr 230 Kilometer entfernt, ist ebenfalls seit 2012 Pueblo Mágico und befindet sich im stärker tropisch geprägten Süden des Bundesstaates. In Plateros bei Fresnillo steht das Heiligtum des Santo Niño de Atocha. Nach Angaben des Tourismusministeriums handelt es sich um das dritthäufigst besuchte Heiligtum Mexikos.

Kultur und Feste in Zacatecas

Die kulturellen Traditionen von Zacatecas verbinden katholische Bräuche aus der Kolonialzeit, die Geschichte des Bergbaus und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm.

Die Morismas de Bracho gehören zu den größten historischen Darstellungen der Kämpfe zwischen Mauren und Christen in Mexiko. Seit mehr als zwei Jahrhunderten stellen Ende August über 10.000 Beteiligte drei Tage lang auf den Lomas de Bracho entsprechende Schlachten nach. Die Veranstaltung findet zu Ehren von Johannes dem Täufer statt. Bestandteil des Festes ist außerdem ein großer Umzug durch das historische Zentrum.

Das Festival Cultural Zacatecas wird seit 1987 während der Karwoche und der Osterwoche veranstaltet. Zu den bisherigen Gästen gehörten unter anderem Bob Dylan und Lila Downs. Gleichzeitig zieht während dieser Zeit die Procesión del Silencio durch die Straßen. Das Festival Zacatecas del Folclor Internacional existiert seit 1996 und findet vom letzten Sonntag im Juli bis zum ersten Sonntag im August statt. Mehr als 1.000 Musiker und Tänzer nehmen daran teil. Darüber hinaus werden ein internationales Jazz- und Bluesfestival sowie ein Straßentheaterfestival veranstaltet.

Typisch für Zacatecas sind außerdem die Callejoneadas. Dabei ziehen Gruppen nachts gemeinsam mit einer Tamborazo-Kapelle und Mezcal durch die engen Gassen. Das Tourismusministerium organisiert verschiedene Führungen zu lokalen Legenden. Dabei treten beispielsweise der Teufel oder der Charro Negro als Figuren auf.

Zacatecas gehört zu den vier mexikanischen Bundesstaaten, in denen Gemeinschaften der Wixárika, auch Huicholes genannt, leben. In ihrer Weltanschauung besitzen unter anderem Hirsch, Steinadler und Peyote eine besondere religiöse Bedeutung. Traditionelle Perlenarbeiten werden im Museo Zacatecano und auf dem Cerro de la Bufa angeboten. Weitere regionale Kunsthandwerke sind Silberschmuck, Arbeiten aus rosafarbenem Cantera-Stein, mit Cochenille gefärbte Webstücke sowie Textilien aus Fasern der Lechuguilla, einer Agavenart.

Essen und Getränke in Zacatecas

Die Küche des Bundesstaates ist eine kräftige Hochlandküche, deren Grundlagen vor allem Mais, Bohnen, getrocknete Chilis und Schweinefleisch bilden.

  • Asado de boda: Schweinefleisch wird in einer Sauce aus roten Ancho-Chilis, Orange, Zimt und Pfeffer zubereitet. Das Gericht entstand in der Zeit der Mexikanischen Revolution und gehört heute zu zahlreichen Festen.
  • Gorditas: dicke Fladen aus Mais, die beispielsweise mit Bohnen, Käse, zerkleinertem Fleisch, Mole mit Reis oder Nopal-Kaktus und Chili gefüllt werden.
  • Tacos envenenados: Der Name bedeutet „vergiftete Tacos“. Sie werden frittiert und mit Bohnen, Kartoffeln und Chorizo gefüllt. Die Bezeichnung geht auf den Werbespruch eines Verkäufers am Bahnhof zurück, der erklärte, wer sich vergiften wolle, solle seine Tacos essen.
  • Nieve de garrafa: handgerührtes Eis aus frischer Milch, Quittenpaste, Zimt und Vanille. Wegen seiner spitzen Form, die an die Türme der Kathedrale erinnert, wird es auch „lapicito“ genannt.
  • Aguamiel und Pulque: Dabei handelt es sich um frischen Agavensaft beziehungsweise dessen fermentierte Variante. In der Altstadt werden beide Getränke teilweise noch von Händlern verkauft, die mit Eseln unterwegs sind.

Zacatecas ist der größte Bohnenproduzent Mexikos. Nach Angaben aus der Branche erreichte der Bundesstaat im Agrarjahr 2024/25 eine Rekordproduktion von ungefähr 491.000 Tonnen. Das entsprach etwa der Hälfte der gesamten mexikanischen Ernte. Rund 90 Prozent der Bohnen werden ohne künstliche Bewässerung im Regenfeldbau angebaut. Auch getrocknete Chilis gehören nach Angaben von CONABIO zu den wirtschaftlich wertvollsten Kulturpflanzen der Region.

Der Bundesstaat Zacatecas gehört zudem zur geschützten Herkunftsregion für Mezcal. Im Südosten rund um Pinos wächst die Mezcal-Agave Agave salmiana subsp. crassispina. Auch in Teúl arbeiten verschiedene Mezcalproduzenten. In der Umgebung der Hauptstadt befinden sich außerdem mehrere Weingüter. Campo Real Vinícola bewirtschaftet beispielsweise rund 60 Hektar Rebfläche und unterhält zusätzlich ein Museum für Weinfässer.

Pflanzen- und Tierwelt im Bundesstaat Zacatecas

Zacatecas wird häufig als trockene und biologisch eher artenarme Region wahrgenommen. Die tatsächlichen Zahlen ergeben jedoch ein anderes Bild. Die 2020 veröffentlichte Biodiversitätsstudie des Bundesstaates von CONABIO dokumentiert insgesamt 3.794 Arten. Dazu zählen 2.443 Blütenpflanzenarten, 353 Vogelarten, 123 Säugetierarten, 108 Reptilienarten und 25 Amphibienarten. Nach Ansicht der Autoren geht der Ruf einer geringen Artenvielfalt vor allem darauf zurück, dass die Region bislang vergleichsweise wenig wissenschaftlich untersucht wurde.

Lebensräume von trockenen Wüstengebieten bis zu Kiefernwäldern

Der Bundesstaat befindet sich an der Schnittstelle von vier großen geologischen Landschaftsräumen. Dazu gehören die Sierra Madre Occidental, die Mesa del Centro, der Transmexikanische Vulkangürtel und die Sierra Madre Oriental. Nach Angaben von CONABIO herrscht überwiegend trockenes Klima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei etwa 16 Grad Celsius, der durchschnittliche Jahresniederschlag bei ungefähr 510 Millimetern.

Den größten Anteil der naturnahen Vegetation bildet das trockene Dorn- und Buschland, das matorral xerófilo. Es umfasst etwa 2,7 Millionen Hektar. Darauf folgen gemäßigte Wälder mit Kiefern, Eichen und Wacholder auf ungefähr einer Million Hektar sowie Grasland und trockene Wälder. Im Westen befinden sich sogenannte Sky Islands. Dabei handelt es sich um voneinander isolierte, kühlere Bergwälder, deren Lebensgemeinschaften seit dem Ende der Eiszeit auf höhere Gipfellagen zurückgedrängt wurden.

Kakteen, Agaven und eine seltene endemische Kiefer

Zu den typischen Kakteen des trockenen Buschlandes zählen die Biznaga Ferocactus pilosus, der große Kugelkaktus Echinocactus platyacanthus, Ariocarpus retusus und der Peyote Lophophora williamsii. Illegale Pflanzensammler gefährden unter anderem Arten wie den Bischofsmützenkaktus Astrophytum myrostigma und Aztekium hintonii. Geschützte Kakteen dürfen in Mexiko nicht entnommen werden. Auch ihre Ausfuhr ist verboten.

Eine botanische Besonderheit wächst nahe Pueblo Viejo in der Gemeinde Juchipila. Dort kommt die Blaue Kiefer Pinus maximartinezii vor. Weltweit ist sie lediglich auf ungefähr 2.712 fragmentierte Hektar beschränkt. Der Sotol Dasylirion cedrosanum wird sowohl zur Gewinnung von Fasern und Viehfutter als auch für die Produktion einer Spirituose genutzt. Auf alten Abraumhalden des Bergbaus wachsen Pionierpflanzen wie der Kreosotbusch Larrea tridentata und der Mesquite Prosopis laevigata. Nach Angaben von CONABIO können etwa 22 Pflanzenarten auf solchen Standorten Schwermetalle wie Arsen, Blei und Kupfer anreichern. Dadurch eignen sie sich möglicherweise für die biologische Sanierung belasteter Bergbauflächen.

Tierwelt zwischen Steinadler und Präriehund

Der Steinadler Aquila chrysaetos, das Wappentier Mexikos, brütet auch in Zacatecas. In der CONABIO-Studie wird er gemeinsam mit dem Mexikanischen Präriehund als Beispiel für erfolgreiche Erholung von Tierbeständen genannt. Auch der Gabelbock Antilocapra americana wurde wiederangesiedelt. In den bewaldeten Bergregionen leben außerdem Weißwedelhirsche Odocoileus virginianus, Pumas Puma concolor, Halsbandpekaris Dicotyles tajacu und Wildtruthähne Meleagris gallopavo. Im Gebiet der Sierra de Órganos können unter anderem Wanderfalken und Katzenfretts beobachtet werden.

Vier Regionen des Bundesstaates sind als bedeutende Vogelschutzgebiete, sogenannte AICA, ausgewiesen. Dazu gehören unter anderem die Sierra de Órganos und die Sierra Fría. Außerdem wurden bislang 47 gebietsfremde Wirbeltierarten nachgewiesen. Im Stadtgebiet von Zacatecas hat sich beispielsweise der aus Südamerika stammende Mönchssittich Myiopsitta monachus etabliert.

Klima und günstigste Reisezeit für Zacatecas

Als beste Reisezeit für Zacatecas gelten die Monate von Oktober bis Mai. Während dieses Zeitraums herrscht überwiegend trockenes und sonniges Wetter. Die Regenzeit erstreckt sich von Juni bis September. Niederschläge treten dann häufig in Form kurzer, kräftiger Gewitter am Nachmittag auf. Aufgrund der großen Höhenlage bleiben die Nächte das ganze Jahr über relativ kühl. Im Dezember und Januar kann es nachts zu Frost kommen. Der Mai ist normalerweise der wärmste Monat.

Wer seinen Aufenthalt mit einem der großen Feste verbinden möchte, kann die Karwoche mit dem Festival Cultural, das Ende Juli stattfindende Folklorefestival oder die Morismas de Bracho Ende August einplanen. In diesen Zeiträumen sind viele Hotels bereits frühzeitig ausgebucht.

Anreise und praktische Informationen

Die einzige Form der Anreise, die vom Auswärtigen Amt ausdrücklich von der dringenden Abraterempfehlung ausgenommen wird, ist der Flug. Der Aeropuerto Internacional General Leobardo C. Ruiz mit dem IATA-Code ZCL befindet sich nördlich von Zacatecas und wird von der Flughafengesellschaft OMA betrieben. Aeroméxico bietet Flüge nach Mexiko-Stadt an. Volaris verbindet Zacatecas mit Tijuana und seit Juni 2026 außerdem mit Guadalajara. Darüber hinaus bestehen Verbindungen in die Vereinigten Staaten, unter anderem nach Chicago, Los Angeles und Dallas-Fort Worth. Während der ersten sechs Monate des Jahres 2026 wurden am Flughafen ungefähr 214.000 Passagiere gezählt.

Für die Fahrt zwischen Flughafen und Stadt empfiehlt sich ein offizielles Flughafentaxi oder ein im Voraus vom Hotel organisierter Transfer. Innerhalb des historischen Zentrums wird kein eigenes Auto benötigt, da sich die meisten Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erreichen lassen. Wegen der großen Höhenlage und der teilweise sehr steilen Straßen sind jedoch bequeme Schuhe und eine gewisse körperliche Kondition hilfreich.

Für Übernachtungen eignet sich besonders die historische Altstadt. Neben dem Hotel Quinta Real, das in die ehemalige Stierkampfarena integriert wurde, gibt es zahlreiche weitere Unterkünfte in kolonialen Gebäuden rund um die Kathedrale. Bezahlt wird mit mexikanischen Pesos. In Hotels und größeren Restaurants werden üblicherweise auch Kreditkarten akzeptiert.

Ausblick

Zacatecas befindet sich in einer widersprüchlichen Situation. Die historische Altstadt gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zum UNESCO-Welterbe. Gleichzeitig liegt die vorläufig erfasste Zahl der Tötungsdelikte im Jahr 2026 niedriger als in jedem anderen Jahr seit Beginn der hier betrachteten Datenreihe im Jahr 2015. Trotzdem hält das Auswärtige Amt an seiner dringenden Empfehlung fest, Reisen in den Bundesstaat zu vermeiden. Ausgenommen bleibt ausschließlich Zacatecas-Stadt bei einer Anreise mit dem Flugzeug. Wer die Stadt besuchen möchte, sollte deshalb unmittelbar vor der Buchung die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise kontrollieren und den Aufenthalt als Städtereise mit Flugverbindung planen. Ob künftig auch die Warnstufe für das Umland reduziert wird, hängt davon ab, ob sich der deutliche Rückgang der Gewalt dauerhaft fortsetzt.

Quellen und Literatur

  • Auswärtiges Amt (2026): Mexiko – Reise- und Sicherheitshinweise. Stand 16.09.2026, unverändert gültig seit 20.08.2026. auswaertiges-amt.de/de/service/laender/mexiko-node/mexikosicherheit-213648 (abgerufen am 16.09.2026)
  • Aveni, A. F., Hartung, H. & Kelley, J. C. (1982): Alta Vista (Chalchihuites) – astronomical implications of a Mesoamerican ceremonial outpost at the Tropic of Cancer. American Antiquity 47(2).
  • CONABIO (2020): La biodiversidad en Zacatecas. Estudio de Estado. Comisión Nacional para el Conocimiento y Uso de la Biodiversidad, Ciudad de México. biodiversidad.gob.mx/region/eeb/estudios/ee_zacatecas
  • CONABIO (2021): Resumen de La biodiversidad en Zacatecas. Estudio de Estado. biodiversidad.gob.mx/media/1/region/eeb/files/ZACATECAS_resumen.pdf
  • Enríquez Enríquez, E. D., Koch, S. D. & González-Elizondo, M. S. (2003): Flora y vegetación de la Sierra de Órganos, municipio de Sombrerete, Zacatecas, México. Acta Botanica Mexicana 64, 45 bis 89.
  • INAH (2023): El Villismo y su legado – la defensa huertista en la batalla de Zacatecas. Boletín 468. inah.gob.mx/images/boletines/2023/468/Boletin%20468.pdf
  • INAH (2023): El Museo de Guadalupe celebra 106 años. Boletín 854. inah.gob.mx/images/boletines/2023/854/Boletin%20854.pdf
  • INAH (2025): El Centro INAH Zacatecas anuncia la reapertura del Museo de Sitio de la Zona Arqueológica de La Quemada. inah.gob.mx/prensa/comunicados/el-centro-inah-zacatecas-anuncia-la-reapertura-del-museo-de-sitio-de-la-zona-arqueologica-de-la-quemada
  • INAH: Zona Arqueológica La Quemada. inah.gob.mx/zonas/112-zona-arqueologica-la-quemada (abgerufen am 16.09.2026)
  • INAH Lugares: La Quemada. lugares.inah.gob.mx/es/node/4349 (abgerufen am 16.09.2026)
  • INAH Lugares: Alta Vista (Chalchihuites) und El sol como guía. lugares.inah.gob.mx/en/inicio/buscar/1898-alta-vista-chalchihuites.html sowie lugares.inah.gob.mx/en/node/5388 (abgerufen am 16.09.2026)
  • INAH Lugares: Colegio de Guadalupe, Atrio. lugares.inah.gob.mx/en/pagina-de-elemento/1514 (abgerufen am 16.09.2026)
  • INEGI (2021): En Zacatecas somos 1 622 138 habitantes – Censo de Población y Vivienda 2020. Comunicado de prensa 57/21. inegi.org.mx/contenidos/saladeprensa/boletines/2021/EstSociodemo/ResultCenso2020_Zac.pdf
  • INEGI: Resumen estatal Zacatecas, Censo 2020. inegi.org.mx/contenidos/app/areasgeograficas/resumen/resumen_32.pdf
  • Secretaría de Turismo del Estado de Zacatecas (2024): Guía Zacatecas 2024. zacatecastravel.com/descargas/folleteria/GUIAZACATECAS2024.pdf
  • Gobierno del Estado de Zacatecas: Catálogo Estatal de Trámites, Teleférico. catalogoestatal.zacatecas.gob.mx/tramites/2874 (abgerufen am 16.09.2026)
  • Torres Pérez, C. A.: El trazo geométrico regulador y la unidad de proporción en la edificación del antiguo Colegio Apostólico de Propaganda Fide de Nuestra Señora de Guadalupe, Zacatecas. Gaceta de Museos (INAH). revistas.inah.gob.mx/index.php/gacetamuseos/article/download/11657/12430/22657
  • UNESCO World Heritage Centre: Historic Centre of Zacatecas (Nr. 676). whc.unesco.org/en/list/676
  • UNESCO World Heritage Centre: Periodic Report Historic Centre of Zacatecas. whc.unesco.org/document/217103
  • UNESCO World Heritage Centre: Camino Real de Tierra Adentro (Nr. 1351). whc.unesco.org/en/list/1351
  • OMA (2026): OMA anuncia la apertura de la nueva ruta directa Zacatecas-Guadalajara operada por Volaris. Pressemitteilung vom 09.06.2026. news.oma.aero
  • OMA (2026): Traffic Report June 2026. news.oma.aero
  • Britannica: Zacatecas, Mexico. britannica.com/place/Zacatecas-Mexico
  • Por Esto (2026): Zacatecas reduce 85% el promedio diario de homicidios dolosos desde septiembre de 2024, 04.09.2026. poresto.com/mexico/2026/9/4/zacatecas-reduce-85-el-promedio-diario-de-homicidios-dolosos-desde-septiembre-de-2024.html
  • VisitMexico: Parque Nacional Sierra de Órganos. visitmexico.com/en/destino/2280/parque-nacional-sierra-de-organos
  • Crónica (2026): Homicidios dolosos bajan más del 80% en Zacatecas y SLP, 04.09.2026. cronica.com.mx/nacional/2026/09/04/homicidios-dolosos-bajan-mas-del-80-en-zacatecas-y-slp/
  • Crónica (2026): Zacatecas busca cerrar 2026 con menos de 100 homicidios, 04.09.2026. cronica.com.mx/estados/2026/09/04/zacatecas-busca-cerrar-2026-con-menos-de-100-homicidios/
  • Excélsior (2026): INAH actualiza tarifas 2026. excelsior.com.mx/cultura/inah-actualiza-tarifas-2026-quedan-precios-museos-zonas-arqueologicas
  • Excélsior (2026): Sheinbaum destaca caída de 85% en homicidios de Zacatecas. excelsior.com.mx/nacional/sheinbaum-destaca-caida-85-homicidios-zacatecas
  • La Razón (2025): Nuevas tarifas en museos y zonas arqueológicas a partir de 2026, 30.12.2025. razon.com.mx/cultura/2025/12/30/cuales-son-las-nuevas-tarifas-en-el-museo-nacional-de-antropologia-y-la-zona-arqueologica-de-teotihuacan-a-partir-del-2026/
  • Expansión Política (2026): Gabinete de Seguridad ofrece „cero impunidad“ tras asesinato de 10 personas en Zacatecas, 18.07.2026. politica.expansion.mx/estados/2026/07/18/zacatecas-10-asesinados-exalcalde-gabinete-seguridad
  • El Sol de Zacatecas (2024): Teleférico de Zacatecas cumple 45 años. oem.com.mx/elsoldezacatecas/turismo/teleferico-de-zacatecas-cumple-45-anos-con-una-excelente-promocion-13314004
  • El Universal: El reto de reactivar la producción del frijol. eluniversal.com.mx/estados/el-reto-de-reactivar-la-produccion-del-frijol/
  • Imagen Agropecuaria (2025): Cosecha récord de frijol en Zacatecas. imagenagropecuaria.com/etiqueta/leguminosa/

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